Nach dem Taifun Bavi und den darauf folgenden regionalen Verwüstungen in China: Massenevakuierungen

In China wurden über 1,7 Millionen Menschen evakuiert, da Taifun Bavi auf Land traf und in den Philippinen, Taiwan und Japan regionale Verwüstungen anrichtete.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 12/07/2026 03:42
Nach dem Taifun Bavi und den darauf folgenden regionalen Verwüstungen in China: Massenevakuierungen

Eine Region unter Belagerung

Taifun Bavi traf am Samstag um 23:20 Uhr Ortszeit mit voller Wucht auf die ostchinesische Provinz Zhejiang und löste einen massiven Notfalleinsatz aus. Während der Sturm ins Landesinnere zog, mobilisierten die Behörden Kräfte, um Millionen von Bürgern zu schützen. Dies markierte einen kritischen Moment in einer ohnehin schon turbulenten Woche mit zahlreichen wetterbedingten Katastrophen in Ostasien.

Beispiellose Notfallmaßnahmen

In einem verzweifelten Versuch, den Verlust von Menschenleben zu minimieren, ordneten chinesische Behörden die Evakuierung von mehr als 1,7 Millionen Einwohnern an. Die nationale Wetterbehörde gab eine orangefarbene Taifunwarnung heraus – die zweithöchste Stufe im vierstufigen Warnsystem des Landes. Die Infrastruktur wurde schwer beschädigt; Hunderte von kommerziellen Flügen wurden gestrichen, der Hochgeschwindigkeitszugverkehr deutlich reduziert und der Schiffsverkehr durch die Einstellung des Fährbetriebs zum Erliegen gebracht.

Eine sich verschärfende Krise

Die Auswirkungen von Bavi werden durch die Nachwirkungen des Tropensturms Maysak, der nur wenige Tage zuvor Südchina getroffen hatte, noch verstärkt. Der vorherige Sturm verursachte weitreichende Zerstörungen, darunter einen tragischen Dammbruch in Nanning mit mindestens 39 Todesopfern. Gemeinden in Regionen wie der Provinz Fujian befinden sich weiterhin in höchster Alarmbereitschaft. Über 17.000 Rettungskräfte sind stationiert, um auf mögliche Überschwemmungen und Erdrutsche reagieren zu können.

Regionale Folgen: Philippinen, Taiwan und Japan

Die Schneise der Verwüstung reichte weit über Chinas Grenzen hinaus. Auf den Philippinen löste das Zusammentreffen von Bavi und dem saisonalen Südwestmonsun katastrophale Erdrutsche aus, bei denen mindestens 17 Menschen ums Leben kamen. Unterdessen erlebte Taiwan extreme Unwetter, die 36 Verletzte forderten, hauptsächlich durch Unfälle auf glatten Straßen und Wegen, und die Evakuierung von über 14.000 Menschen erforderlich machten. Auf der anderen Seite des Meeres meldete die japanische Präfektur Okinawa die Annullierung von über 200 Flügen, da Sturmfluten und heftige Winde die südlichen Inseln heimsuchten.

Wettervorhersage und -aussichten

Obwohl Meteorologen Taifun Bavi offiziell von seiner Höchststärke als Supertaifun herabgestuft haben, stellt er aufgrund seiner enormen Feuchtigkeitsmenge weiterhin eine erhebliche Bedrohung dar. Der Sturm wird voraussichtlich nach Nordwesten ziehen und sich beim Auftreffen auf das Festland allmählich abschwächen. Trotz der extremen Bedingungen haben widerstandsfähige Anwohner wie die in Wenzhou begonnen, Vorsorgemaßnahmen umzusetzen und dabei vorsichtigen Optimismus mit der Realität des Überlebens aufeinanderfolgender Extremwetterereignisse in Einklang zu bringen.

Quelle: www.aljazeera.com

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