Rettung von Shea: Wie ein ugandisches Sozialunternehmen Abfall in saubere Energie verwandelt

Erfahren Sie, wie die Moyao Africa Initiative in Uganda die Entwaldung bekämpft, indem sie weggeworfene Sheaschalen in nachhaltigen, sauber verbrennenden Brennstoff zum Kochen verwandelt.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 15/07/2026 08:03
Rettung von Shea: Wie ein ugandisches Sozialunternehmen Abfall in saubere Energie verwandelt
Im Herzen Nordugandas ist der einheimische Sheabaum – lokal als „Moyao“ bekannt – bedroht. Jahrzehntelange Abholzung, angetrieben von der unstillbaren Nachfrage nach Holzkohle, hat die Wälder dezimiert und die Landschaften ihrer lebenswichtigen Bäume beraubt. Doch die Klimaaktivistin Lucy Everlyn Atim führt in Alebtong eine wegweisende Bewegung an und beweist damit, dass wirtschaftliches Überleben und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Die Holzkohlekrise: Uganda verliert schätzungsweise 122.000 Hektar Wald pro Jahr, und 90 Prozent der Haushalte sind für ihren täglichen Kochbedarf auf Holzkohle angewiesen. Der Sheabaum, der für seine Butter geschätzt wird, ist zu einem Hauptziel der Holzkohlehersteller geworden. Forschungen der Makerere-Universität deuten auf einen alarmierenden Rückgang der Bestände ausgewachsener Sheabäume hin, der dadurch verschärft wird, dass illegaler Holzeinschlag oft ganze Bäume entwurzelt und somit keine Hoffnung auf Regeneration lässt.

Die Moyao Africa Initiative: Eine Kreislauflösung

Inspiriert von einem nachhaltigen Brennstoffmodell, das sie im Südsudan kennengelernt hatte, gründete Atim 2023 die „Moyao Africa Initiative“. Die Organisation konzentriert sich auf die Kreislaufwirtschaft: Sie sammelt weggeworfene Sheaschalen – die zuvor als nutzloser Abfall galten – und verarbeitet sie zu hochenergetischen Kochbriketts.

Der Prozess ist arbeitsintensiv, aber gemeinschaftsorientiert: Frauen aus lokalen Spargruppen sammeln die Schalen, zerkleinern sie und binden sie mit Ton und Maniokmehl. Diese Briketts bieten eine rauchfreie, effiziente und kostengünstige Alternative zu Holzkohle und reduzieren so den Anreiz, lebende Bäume zu fällen.

Stärkung von Frauen und Schutz der Wälder

Über die Energieerzeugung hinaus ist die Initiative ein Instrument zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen. Durch die Ausbildung von über 1.200 Frauen in der Herstellung und dem Verkauf von Sheabutter und Brennstoffbriketts schafft das Projekt eine stabile Einkommensquelle und wirkt ressourcenzerstörenden Aktivitäten entgegen. Catherine Akello, eine lokale Gruppenleiterin, erklärt: „Ich muss mir keine Sorgen mehr um den Kauf von Holzkohle machen, da ich sie selbst herstelle.“

Für die Zukunft skalieren

Atims Ziel ist es, die Produktion durch die Anschaffung spezialisierter Maschinen, darunter ein Karbonisierungsgerät und eine Brechanlage, zu skalieren. Diese Investition würde die Kapazität des Unternehmens erhöhen, um die ganzjährige Nachfrage zu decken. Mit der Unterstützung von Umweltexperten wie Bosco Odyek setzt die Initiative Maßstäbe dafür, wie lokale, indigene Lösungen die globale Klimakrise bewältigen können. Durch die Integration von Umweltclubs an Schulen und Aufforstungsprojekten mit der Nationalen Landwirtschaftlichen Forschungsorganisation (NARO) rettet die Moyao Africa Initiative nicht nur Bäume, sondern fördert auch einen gemeinschaftsweiten Kulturwandel hin zum Naturschutz.

Quelle: www.aljazeera.com

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