ICC stellt neues Format für die ODI-Weltmeisterschaft 2027 vor und eröffnet damit die Möglichkeit für zusätzliche Begegnungen zwischen Indien und Pakistan
Der ICC hat ein neues Format mit 14 Mannschaften für den ODI World Cup 2027 angekündigt, das eine „Super Seven“-Phase und das Potenzial für mehr hochkarätige Spiele zwischen Indien und Pakistan beinhaltet.

Der Indien-Pakistan-Faktor
Die Änderung des Round-Robin-Systems hat sofort Begeisterung über die Möglichkeit eines zusätzlichen Spiels zwischen Indien und Pakistan ausgelöst. Aufgrund der immensen geopolitischen Brisanz der beiden Nationen treffen sie derzeit nur bei großen ICC-Turnieren aufeinander. Da diese Spiele regelmäßig die kommerziell wertvollsten Ereignisse im Weltcricket darstellen, bietet die Aussicht auf zwei Begegnungen bei einer Weltmeisterschaft einen enormen Schub für die Übertragungs- und Umsatzziele des ICC.
Entwicklungen bei der T20-Weltmeisterschaft
Neben dem 50-Over-Format bestätigte der ICC auch Anpassungen für die T20-Weltmeisterschaft der Männer 2028. Obwohl die Kapazität von 20 Teams beibehalten wird, wird die Qualifikationsstruktur für die zweite Phase verfeinert. Eine „Super 10“-Phase mit einem neuen Ausscheidungsverfahren sichert den beiden besten Teams einen direkten Weg ins Halbfinale und erhöht so den Druck und die Anreize für die teilnehmenden Nationen.
Unterstützung für Cricket West Indies
In weiteren administrativen Angelegenheiten genehmigte der ICC ein Darlehen in Höhe von 12,82 Millionen US-Dollar für Cricket West Indies (CWI). Diese Finanzspritze soll die Ressourcenlücke des karibischen Verbandes schließen. Anders als die drei großen Cricketnationen – Indien, England und Australien – agiert Westindien als regionale Einheit und sieht sich häufig mit wirtschaftlichen Hürden konfrontiert, die die langfristige Entwicklung behindern. Diese Finanzierung folgt der jüngsten Kritik von Spielerinnen wie Hayley Matthews an der wachsenden Investitionslücke im internationalen Cricket, die ihrer Ansicht nach kleinere Cricketnationen erheblich benachteiligt.