Garmin Venu 3 vs. Garmin Venu 4: Lohnt sich das Upgrade auf die neueste Smartwatch?
Vergleichen Sie die Garmin Venu 3 und die Garmin Venu 4. Entdecken Sie die größten Verbesserungen in puncto Design, Sport-Tracking und Gesundheitsfunktionen, um zu entscheiden, welche Smartwatch die richtige für Sie ist.

Einleitung: Eine neue Ära für die Venu-Serie
Garmin hat seine Produktlinien lange Zeit klar voneinander abgegrenzt. Die Forerunner-Serie wurde für ambitionierte Sportler entwickelt, während die Venu-Serie sich an Lifestyle-Nutzer richtete, die eine ausgewogene Kombination aus Gesundheits-Tracking und Smartwatch-Komfort suchten. Mit der Einführung der Garmin Venu 4 ist diese Trennlinie jedoch verschwommen. Die Venu 4 ist nicht nur ein kleines Update, sondern eine umfassende Überarbeitung, die High-End-Sportfunktionen in ein elegantes, alltagstaugliches Design integriert.
Wenn Sie aktuell eine Venu 3 tragen oder den Einstieg in das Garmin-Ökosystem erwägen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen diesen beiden Generationen zu verstehen. Während die Venu 3 nach wie vor ein starker Konkurrent im Smartwatch-Bereich ist, bietet die Venu 4 Hardware- und Softwarefunktionen, die bisher der Fenix- und Forerunner-Elite-Serie vorbehalten waren.
Preis und Leistung
Der auffälligste Unterschied zwischen den beiden Modellen ist der Preis. Die Garmin Venu 4 ist mit einem Startpreis von 549 US-Dollar für die 41-mm- und 45-mm-Varianten im Premiumsegment angesiedelt. Für alle, die Wert auf Luxus legen, gibt es eine Version mit Lederarmband für 599 US-Dollar. Die Venu 3 hingegen kam mit einem deutlich günstigeren Preis von 449 US-Dollar auf den Markt.
In der Praxis ist der Preisunterschied jedoch oft größer. Da die Venu 3 das ältere Modell ist, wird sie im Rahmen von Aktionen häufig auf rund 349 US-Dollar reduziert. Verbraucher können also je nach aktuellen Angeboten mit einem Preisunterschied von 150 bis 200 US-Dollar rechnen. Die Frage ist daher: Rechtfertigen die Neuerungen der Venu 4 die höhere Investition?
Design-Entwicklung: Vom Kunststoff zum Premium
Die ästhetische Veränderung der Venu 4 ist signifikant. Während die Venu 3 über eine Lünette aus Edelstahl und ein Gehäuse aus faserverstärktem Polymer (Kunststoff) verfügte, besteht das Gehäuse und die Lünette der Venu 4 komplett aus Metall. Dies verleiht der Uhr ein wertigeres, hochwertigeres Gefühl, erhöht aber auch ihr Gewicht. Die 45-mm-Venu 4 wiegt 56 g, im Vergleich zu 46 g bei der Venu 3.
Das Display ist bei beiden Modellen ein Highlight und nutzt brillante AMOLED-Bildschirme. Garmin hat die Helligkeit der Venu 4 jedoch erhöht und sorgt so für bessere Lesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung. Eine der am meisten gelobten Hardware-Neuerungen ist die integrierte LED-Taschenlampe – ein Feature, das bisher nur bei Garmins robusten Adventure-Uhren zu finden war – und bietet einen Nutzen, der der Venu 3 fehlt.
Fortschrittliches Sport-Tracking und Trainingsanalyse
Die Venu 4 stellt einen großen Sprung in Sachen sportlicher Leistungsfähigkeit dar. Erstmals verfügt die Venu-Serie über professionelle Trainingstools, die bisher exklusiv der Forerunner-Reihe vorbehalten waren. Die herausragendste Neuerung ist die Trainingsbereitschaft, eine Kennzahl, die Ihren Schlaf, Ihre Erholungszeit und die Intensität Ihres letzten Trainings analysiert, um Ihnen anzuzeigen, ob Ihr Körper für eine intensive Einheit bereit ist oder einen Ruhetag benötigt.
Weitere wichtige Sport-Upgrades umfassen:
- Multiband-GPS: Die Venu 4 bietet den präzisesten von Garmin verfügbaren Positionsbestimmungsmodus und übertrifft das All-Systems-GPS der Venu 3 deutlich.
- Trainingsbelastungsanalyse: Umfassende Tools zur Verfolgung Ihrer Trainingsintensität im Zeitverlauf, um Übertraining vorzubeugen.
- Spezialisiertes Coaching: Zugriff auf Garmin Coach Triathlon-Pläne und automatische Streckenerkennung.
- Umgebungsakklimatisierung: Neue Sensoren bewerten, wie gut sich Ihr Körper an Hitze und Höhe anpasst.
Gesundheit und Wohlbefinden: Detailliertere Datenanalyse
Beide Uhren verwenden den Elevate Gen 5 Herzfrequenzsensor, Die Venu 4 ermöglicht EKG-Messungen und eine präzise Pulsmessung. Darüber hinaus bietet sie die Funktion „Lifestyle-Protokollierung“. Diese Funktion ist zwar für alle Nutzer über die Connect-App verfügbar, die Venu 4 verfügt jedoch über ein eigenes Widget am Handgelenk, mit dem Nutzer Verhaltensweisen und Muster, die Stress und Schlaf beeinflussen, in Echtzeit protokollieren können. Auch die Schlafüberwachung wurde verbessert. Die Venu 4 bietet die Funktion „Schlafausrichtung“, die die Regelmäßigkeit Ihres Schlafs im Verhältnis zu Ihrem zirkadianen Rhythmus analysiert. Zusätzlich liefert eine neue Gesundheitsstatus-Übersicht eine umfassende Zusammenfassung der wichtigsten Daten direkt am Handgelenk, während Venu-3-Nutzer für die detaillierten Informationen die Smartphone-App verwenden müssen. Interessanterweise führte die Verwendung hochwertigerer Materialien und eines fortschrittlicheren GPS-Systems nicht zu einer deutlich längeren Akkulaufzeit. Die 41-mm-Modelle beider Uhren bieten im Smartwatch-Modus eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen. Bei den 45-mm-Modellen hat die Venu 3 mit einer Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen gegenüber 13 Tagen bei der Venu 4 sogar einen leichten Vorteil. Auch bei der GPS-Ortung bietet die Venu 3 mit 20 Stunden mehr als die Venu 4 mit 19 Stunden.