FIFA plant massive Erweiterung: WM 2030 mit 64 Teams vorgeschlagen

FIFA-Präsident Gianni Infantino erwägt eine Erweiterung der Weltmeisterschaft 2030 auf 64 Mannschaften, um die globale Inklusivität zu erhöhen und kleineren Nationen mehr Möglichkeiten zu geben.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 12/07/2026 15:40
FIFA plant massive Erweiterung: WM 2030 mit 64 Teams vorgeschlagen

Eine neue Ära der globalen Fußballexpansion

Die internationale Fußballlandschaft steht vor einem weiteren tiefgreifenden Wandel. FIFA-Präsident Gianni Infantino gab bekannt, dass der Weltverband aktiv die Möglichkeit einer Erweiterung der FIFA-Weltmeisterschaft auf 64 Mannschaften für das Turnier 2030 prüft. Dieser mögliche Schritt folgt auf die Umstellung vom 32-Mannschaften-Format auf die 48-Mannschaften-Struktur, die aktuell bei der Weltmeisterschaft 2026 zum Einsatz kommt.

In einem kürzlich geführten Interview mit dem Schweizer Medienportal Bluewin deutete Infantino an, dass eine weitere Erhöhung um 16 Nationen „sinnvoll“ sein könnte, was den Wunsch signalisiert, das beliebteste Sportereignis der Welt weiter zu demokratisieren. Der Vorschlag wird nach Abschluss des Turniers 2026 von den zuständigen FIFA-Komitees formell geprüft und diskutiert.

Die Philosophie hinter dem Wachstum

Im Zentrum von Infantinos Bemühungen um eine Erweiterung steht die Überzeugung, dass die Weltmeisterschaft ein wahrhaft globales Fest sein sollte, das die traditionelle Dominanz europäischer und südamerikanischer Fußballnationen überwindet. Der Präsident argumentierte, dass die Schaffung von mehr Möglichkeiten für kleinere Nationen für das Gesamtwachstum des Sports unerlässlich sei.

„Jede Nation sollte von einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft träumen dürfen“, erklärte Infantino. Er betonte, dass die Qualität des Fußballs weltweit steige und warnte davor, dass kleinere Nationen ohne einen Weg zum Turnier den Anreiz verlieren würden, in ihre Fußballinfrastruktur und Talentförderung zu investieren.

Bewertung des Erfolgs des 48-Mannschaften-Formats

Die Weltmeisterschaft 2026, die in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten stattfand, diente als Testfeld für das 48-Mannschaften-Modell. Infantino bezeichnete diese Erweiterung bereits als „großen Erfolg“ und verwies auf ein höheres Wettbewerbsniveau und eine breitere Repräsentation von Talenten.

Eines der auffälligsten Erfolgsindikatoren, die der Präsident nannte, ist die Leistung der afrikanischen Nationen. Während bei der vorherigen Ausgabe nur fünf afrikanische Mannschaften teilnahmen, erreichten beim Turnier 2026 neun von zehn afrikanischen Teams die K.o.-Runde. Dieser Trend, so Infantino, beweise, dass mehr Mannschaften eine Plattform bieten, was zu besseren Leistungen und einem stärkeren Engagement auf verschiedenen Kontinenten führe.

Logistische Auswirkungen für 2030

Die Weltmeisterschaft 2030 ist bereits als einzigartiges, kontinentübergreifendes Ereignis geplant. Nach dem aktuellen Plan sollen die Eröffnungsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay stattfinden, um das hundertjährige Jubiläum des ersten Turniers zu feiern. Die restlichen Spiele werden in Marokko, Portugal und Spanien ausgetragen.

Eine Erweiterung auf 64 Mannschaften würde die Logistik der Austragung erheblich verändern. Analysten vermuten, dass ein solcher Schritt es den südamerikanischen Gastgebern ermöglichen könnte, vollständige Vierergruppen anstelle einzelner Freundschaftsspiele auszurichten und so die Bedeutung des Turniers in der Region weiter zu stärken. Ein solcher Schritt würde jedoch auch einen massiven Anstieg der Anforderungen an Spielstätten, Reiselogistik und Spielplanung mit sich bringen und möglicherweise die Turnierdauer verlängern.

Der Weg nach vorn

Während das Turnier 2026 seinen Höhepunkt erreicht – Argentinien, England, Frankreich und Spanien kämpfen um den Einzug in die Endrunde – richtet die Fußballwelt ihren Blick nun in die Zukunft. Ob die Erweiterung auf 64 Mannschaften endgültig beschlossen wird, hängt von den Ergebnissen des Komitees hinsichtlich des Wohlergehens der Spieler, der Spielqualität und der kommerziellen Tragfähigkeit eines noch größeren Spektakels ab.

Quelle: www.aljazeera.com

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