Die demokratische Sozialistin Melat Kiros besiegte den langjährigen Amtsinhaber bei den Vorwahlen in Colorado.

Der demokratische Sozialist Melat Kiros besiegt die seit 15 Amtszeiten amtierende Diana DeGette in einer großen Überraschung bei den Vorwahlen in Colorado und signalisiert damit einen Wandel in der Politik der Demokratischen Partei.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 01/07/2026 09:04
Die demokratische Sozialistin Melat Kiros besiegte den langjährigen Amtsinhaber bei den Vorwahlen in Colorado.

Politischer Wandel in Denver

In einem bemerkenswerten Sieg, der den wachsenden Einfluss der progressiven Linken innerhalb der Demokratischen Partei unterstreicht, hat die 29-jährige ehemalige Anwältin und demokratische Sozialistin Melat Kiros die seit 15 Amtszeiten amtierende Abgeordnete Diana DeGette besiegt. Im Vorwahlkampf, der landesweit Beachtung fand, sicherte sich Kiros nach Auszählung von 78 Prozent der Stimmen einen deutlichen Vorsprung von fast 7.000 Stimmen und beendete damit DeGettes langjährige Amtszeit im Wahlbezirk Denver.

Programm und Kontroverse

Kiros, eine in Äthiopien geborene Einwanderin, die als Kleinkind in die USA kam, führte einen Wahlkampf, der von ihrer kompromisslosen Haltung in der Außenpolitik geprägt war. Sie kritisierte das Establishment der Demokraten wiederholt scharf, insbesondere die anhaltende Unterstützung der Partei für Israel im andauernden Gaza-Krieg, den sie wiederholt als Völkermord bezeichnet hat. Ihr beruflicher Werdegang veränderte sich dramatisch, nachdem sie von einer Anwaltskanzlei entlassen wurde, weil sie sich weigerte, Beiträge in sozialen Medien zu löschen, in denen sie die Haltung von Justizinstitutionen zum Israel-Palästina-Konflikt kritisierte. Auch ihre Allianz mit dem prominenten sozialistischen Kommentator Hasan Piker erregte während des gesamten Vorwahlkampfs großes Medieninteresse.

Ein breiterer Trend progressiver Siege

Der Sieg von Kiros ist kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Trends progressiver Aufstände in den Vorwahlen. Ähnliche Muster zeichnen sich landesweit ab, insbesondere in New York City, wo Kandidaten, die von Persönlichkeiten wie Bürgermeister Zohran Mamdani unterstützt werden und den Democratic Socialists of America angehören, große Erfolge beim Ablösen etablierter Amtsinhaber verzeichnen konnten.

Auswirkungen auf die politische Landschaft Colorados

Neben der Kongresswahl gab es in Colorado weitere bemerkenswerte Entwicklungen. Generalstaatsanwalt Phil Weiser sicherte sich die Nominierung der Demokraten für das Gouverneursamt und besiegte US-Senator Michael Bennet. Weisers Wahlkampf konzentrierte sich stark auf seine Vergangenheit, in der er die Trump-Regierung in kritischen Fragen wie dem Geburtsortsprinzip und dem Einfrieren von Bundesmitteln herausgefordert hatte. Gleichzeitig hat sich der Abgeordnete Manny Rutinel als demokratischer Kandidat für einen wichtigen Wahlbezirk etabliert und will den republikanischen Amtsinhaber Gabe Evans bei den anstehenden Zwischenwahlen im November herausfordern. Angesichts der bevorstehenden Parlamentswahlen im November deuten diese Ergebnisse auf einen schwierigen Weg für moderate Demokraten hin, die sich in einer zunehmend polarisierten Wählerschaft behaupten müssen.

Quelle: www.aljazeera.com
Tags: #US Politics #Colorado Primary #Melat Kiros #Democratic Socialists of America #Elections 2026 #Diana DeGette

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