Whistleblower wirft Trump überstürzte Renovierungsarbeiten am Kennedy Center vor

Einem Bericht eines Whistleblowers zufolge umging das Kennedy Center unter Donald Trump die Vergabevorschriften und überstürzte Renovierungsarbeiten, um den ästhetischen Vorlieben des Präsidenten zu entsprechen.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 12/07/2026 03:42
Whistleblower wirft Trump überstürzte Renovierungsarbeiten am Kennedy Center vor
Nach Enthüllungen eines Whistleblowers über die jüngsten Renovierungsarbeiten am John F. Kennedy Center for the Performing Arts ist eine brisante Kontroverse entbrannt. Der demokratische Senator Sheldon Whitehouse aus Rhode Island veröffentlichte kürzlich eine detaillierte Beschwerde, in der er dem Management des Zentrums unter Präsident Donald Trump vorwirft, kosmetischen Prestigeprojekten Vorrang vor der strukturellen Integrität und finanzieller Verantwortung eingeräumt zu haben. Laut den Senator Whitehouse zugespielten Unterlagen soll das Kennedy Center die üblichen Vergabeverfahren des Bundes umgangen haben, um den „ästhetischen Launen“ des Präsidenten nachzukommen. Im Zentrum der Beschwerden stehen die Außensäulen des Zentrums. Ursprünglich so gestaltet, dass sie an die Saiten von Musikinstrumenten erinnern, wurden diese Säulen weiß gestrichen, um sie an die Marmorfassade des Gebäudes anzupassen – eine Maßnahme, die von der Trump-Regierung befürwortet wurde. Interne Berichte legen jedoch nahe, dass die Eile bei der Fertigstellung der Arbeiten zum Einsatz minderwertiger Auftragnehmer führte, wodurch die Stahlsäulen durch die neuen Farbschichten rosteten. Das Projekt, das etablierte Vergaberegeln umging, hat Berichten zufolge Millionen mehr gekostet als erwartet, und weitere Reparaturen werden erwartet.

Priorisierung des öffentlichen Images vor Verfahren

Der Anstoß für diese überstürzte Renovierung scheint der Veranstaltungskalender für Dezember 2025 gewesen zu sein. In diesem Zeitraum fanden im Kennedy Center die Auslosung des FIFA-Weltmeisterschaftsfinales und die prestigeträchtigen Kennedy Center Honors statt, die zum ersten Mal von einem amtierenden Präsidenten moderiert wurden. Der Whistleblower behauptet, die Geschäftsleitung habe ihr ausdrücklich gesagt: „Wir kümmern uns später um die Klagen“, um die wichtigen Fernsehtermine einzuhalten. Abgesehen von den Säulen beschreibt der Bericht den unnötigen Abriss von Badezimmerfliesen und die Beschädigung eines kleineren Wasserbeckens, das – wie das des Lincoln Memorials – nach überstürzten Umbauten unter mangelnder Instandhaltung leidet.

Ein umfassenderes Muster der Einflussnahme

Kritiker sehen diesen Vorfall als Teil eines größeren, systematischen Versuchs der Trump-Regierung, die Kontrolle über unabhängige Bundesinstitutionen auszuüben. Nach seiner Amtseinführung 2025 ernannte Präsident Trump handverlesene Verbündete in den Vorstand des Kennedy Centers und setzte sich erfolgreich dafür ein, selbst dessen Vorsitz zu übernehmen. Dieses Muster findet sich auch bei anderen Wahrzeichen Washingtons wieder, darunter der Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses und Vorschläge zur Veränderung der historischen Fassade des Eisenhower-Gebäudes. Obwohl die Gerichte inzwischen eingeschritten sind und die Entfernung des Namens des Präsidenten vom Kennedy Center angeordnet haben, verschärft sich die Debatte über die angemessene Verwendung öffentlicher Gelder und den Erhalt nationaler Denkmäler in Washington weiter.

Quelle: www.aljazeera.com

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