Vorschau zu Blood of Dawnwalker: Kann dieser düstere Fantasy-Erbe The Witcher 3 wirklich vom Thron stoßen?

Kann The Blood of Dawnwalker The Witcher 3 vom Thron stoßen? Lesen Sie unsere 4-stündige Vorschau auf Rebel Wolves' ambitioniertes Dark-Fantasy-RPG mit dualem Mensch-Vampir-Gameplay.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 07/07/2026 17:40
Vorschau zu Blood of Dawnwalker: Kann dieser düstere Fantasy-Erbe The Witcher 3 wirklich vom Thron stoßen?

Eine Blutlinie des Ehrgeizes: Die Vision von Rebel Wolves

Seit über einem Jahrzehnt prägt The Witcher 3: Wild Hunt das Open-World-RPG-Genre. Die Mischung aus tiefgründiger Erzählung, moralischer Ambivalenz und detailreicher Weltgestaltung setzte Maßstäbe, die nur wenige erreichen konnten. Nun erhebt sich ein neuer Herausforderer aus derselben Tradition. The Blood of Dawnwalker, das Debütspiel von Rebel Wolves, wird von einem Team aus Veteranen von CD Projekt RED entwickelt, darunter der Regisseur des letzten Teils der Witcher-Trilogie. Diese Verbindung ist kein Geheimnis; Das Spiel greift auf die nostalgische DNA von Geralts Abenteuern zurück und führt gleichzeitig eine düstere, vampirische Wendung ein, die das Genre revolutionieren soll.

Nach vier Stunden mit dem Prolog wird deutlich, dass Rebel Wolves nicht einfach nur die Hausaufgaben ihres ehemaligen Studios kopiert – sie versuchen, diese zu verfeinern und zu erweitern, um etwas Wagemutigeres zu schaffen.

Ein unheimlicher Anfang: Der Prolog

Das Spiel führt uns in die Welt von Coen und seiner Familie ein, die von der düsteren Realität Polens im 13. und 14. Jahrhundert inspiriert und mit Elementen der Dark Fantasy durchzogen ist. Die Atmosphäre ist bedrückend: Die Region wird von den Vrahkhiri beherrscht – einer Clique mächtiger Vampire unter der Führung des bedrohlichen Brencis. Die einheimische Bevölkerung lebt in Angst und Knechtschaft und zahlt wöchentlich während der Messe einen „Bluttribut“ im Austausch für einen fragilen Schutz.

Der Prolog ist ein Meisterwerk atmosphärischen Erzählens. Von den sorgfältig inszenierten filmischen Einführungen bis zur ersten Erkundung von Coens Heimatdorf erinnert die Atmosphäre frappierend an Weißgarten aus The Witcher 3. Spieler gehen klassischen RPG-Aktivitäten nach: Sie helfen Dorfbewohnern, verfolgen Wild und sammeln Zutaten für Tränke. Doch die Erzählweise und die künstlerische Gestaltung zeugen von einer spürbaren Verfeinerung und nutzen moderne Technologie, um eine Welt zu erschaffen, die sich lebendig und wahrhaft unheimlich anfühlt.

Die Dualität: Mensch vs. Vampir

Was The Blood of Dawnwalker wirklich von seinem Vorgänger abhebt, ist der innovative Tag-Nacht-Zyklus und die Dualität der Charaktere.

Coen ist ein Halbvampir, was zu einer genialen Gameplay-Aufteilung führt:

  • Die menschliche Gestalt: Tagsüber lebt Coen wie ein ganz normaler Mensch. Er kann sich unauffällig in die Gesellschaft einfügen, komplexe Dialoge führen und mit Schwert und Blutmagie kämpfen. Diese Seite des Spiels fühlt sich wie eine gelungene Weiterentwicklung des klassischen Action-RPG-Erlebnisses an.
  • Die Vampirgestalt: Im Schutze der Nacht verwandelt sich Coen. Diese Verwandlung verändert das Gameplay grundlegend. Spieler erhalten Zugriff auf übernatürliche Fähigkeiten wie Teleportation und Metamorphose, wodurch sie Quests und Umgebungen aus einem völlig neuen Blickwinkel angehen können. Diese Macht hat jedoch ihren Preis: den Kampf gegen einen unstillbaren Blutdurst, der den Spieler die Kontrolle verlieren lassen kann.

Diese Dualität prägt auch den moralischen Kern des Spiels. Die Spieler stehen vor einer schweren Entscheidung: Wird Coen um seine Menschlichkeit kämpfen oder das Monster in sich annehmen, um seine Ziele zu erreichen und die Korruption seinen Weg mit Blut pflastern zu lassen?

Kampfentwicklung und -fortschritt

Das Kampfsystem in The Blood of Dawnwalker stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem oft kritisierten Kampfsystem der frühen Witcher-Spiele dar. Inspiriert von Kingdom Come: Deliverance, implementiert das Spiel ein Richtungsangriffssystem. Dies verleiht dem Spiel eine Ebene rhythmischer Strategie und Präzision und lässt Begegnungen eher wie Duelle als wie stupides Tastenhämmern wirken.

Das Fortschrittssystem ist ebenso ambitioniert. Es gibt drei verschiedene Fertigkeitsbäume: einen für die menschliche Gestalt, einen für die Vampirgestalt und einen, der beiden gemeinsam zur Verfügung steht. Das Freischalten von Fertigkeiten ist nicht so einfach wie das Ausgeben von Punkten; manche erfordern das Finden bestimmter Bücher, andere das Beten an Schreinen. Bemerkenswert ist, dass das Erlernen neuer Fähigkeiten Zeit kostet und die Spieler daher ihre Tage und Nächte sorgfältig planen müssen.

Abschließende Eindrücke: Lust auf mehr

Obwohl vier Stunden nur an der Oberfläche kratzten – die riesige offene Welt und der volle Umfang der 30-tägigen Story-Begrenzung blieben weitgehend unerforscht – ist der erste Eindruck überwältigend positiv. The Blood of Dawnwalker fühlt sich an wie eine Mischung aus The Witcher und einem mittelalterlichen Vampire: The Masquerade.

Rebel Wolves ist es gelungen, den Zauber ihrer vorherigen Werke einzufangen und gleichzeitig frische, innovative Mechaniken einzuführen, die echte Handlungsfreiheit und Wiederspielwert bieten. Wenn das Endprodukt dieses Qualitätsniveau beibehält, könnte es die Größe der Vergangenheit nicht nur widerspiegeln, sondern sie sogar übertreffen. Wir erwarten mit Spannung die Vollversion am 3. September 2026.

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