Vierzehnjähriger Junge wegen mutmaßlicher Terroranschläge auf Londoner Moscheen angeklagt

Ein 14-jähriger Junge wurde wegen eines mutmaßlichen Terroranschlags auf Moscheen in London angeklagt, was den Anstieg des Rechtsextremismus in Großbritannien verdeutlicht.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 15/07/2026 20:05
Vierzehnjähriger Junge wegen mutmaßlicher Terroranschläge auf Londoner Moscheen angeklagt
Ein 14-jähriger Junge wurde nach Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Anschlagsplan gegen Moscheen in Süd-London wegen Terrorismusvorwürfen angeklagt. Die Metropolitan Police gab die Anklage am Mittwoch bekannt und bestätigte, dass dem Jugendlichen vorgeworfen wird, einen von rechtsextremer Ideologie motivierten Terrorakt vorbereitet zu haben. Der Verdächtige wurde zunächst am 9. Juli wegen Sachbeschädigung an einem Fahrzeug festgenommen. Im Zuge weiterer Durchsuchungen und digitaler forensischer Untersuchungen entdeckten die Beamten der Terrorismusbekämpfung jedoch Dokumente und Beweismittel, die auf eine umfassendere und bösartigere Absicht hindeuten. Ihm wird nun die schwere Straftat der „Vorbereitung terroristischer Handlungen“ vorgeworfen. Helen Flanagan, Leiterin der Terrorismusbekämpfung in London, betonte die Ernsthaftigkeit der Lage. „Dies ist eine sehr schwere Terrorismusanklage gegen einen Jungen und dürfte die Öffentlichkeit und die örtliche Gemeinde stark beunruhigen“, erklärte sie. Die Behörden haben proaktiv Kontakt zu den betroffenen Moscheen in Sutton aufgenommen und bieten ihnen spezielle Unterstützung, Beratung und Sicherheitszusagen an.

Ein breiteres Muster des Extremismus

Der Vorfall ereignet sich inmitten einer Zunahme rechtsextremer Bedrohungen im gesamten Vereinigten Königreich. Nur wenige Tage zuvor nahm die Polizei zwölf Personen fest, die mit einem mutmaßlichen Terroranschlag auf eine muslimische Versammlung in Suffolk in Verbindung stehen. Diese Ereignisse folgen einem beunruhigenden Muster, darunter eine gewalttätige, terroristisch motivierte Messerattacke im schottischen Edinburgh im vergangenen Monat. Polizeibeamte, darunter Kriminaloberrat Nick Blackburn, haben die „kumulativen Auswirkungen“ dieser wiederholten Drohungen auf das Sicherheitsgefühl und das Wohlbefinden der britischen muslimischen Gemeinschaft offiziell anerkannt.

Rechtsverfahren

Der Jugendliche soll diesen Donnerstag vor einem Londoner Amtsgericht erscheinen. Obwohl die Polizei derzeit nicht davon ausgeht, dass dieser konkrete Anschlag auf ein größeres, organisiertes Netzwerk hindeutet, wird der Fall weiterhin aktiv untersucht, um sicherzustellen, dass alle Verbindungen gründlich geprüft werden.

Quelle: www.aljazeera.com

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