Techland stellt die PS4- und Xbox One-Versionen von Dying Light: The Beast ein.
Techland gibt die Einstellung der Entwicklung von Dying Light: The Beast für PS4 und Xbox One bekannt und nennt technische Einschränkungen sowie den Bedarf an Leistung der aktuellen Konsolengeneration als Gründe.

Ein bittersüßes Jubiläum für Techland
Während sich die Gaming-Community auf den ersten Jahrestag von Dying Light: The Beast am 18. September vorbereitet, hat Techland Millionen von Spielern, die noch immer an der Hardware der vorherigen Generation festhalten, einen schweren Schlag versetzt. Obwohl der Titel im vergangenen Jahr viel Unterstützung erfahren hat – darunter Gameplay-Überarbeitungen und umfangreiche Inhaltsupdates –, wurde ein lang ersehntes Versprechen nun gebrochen: die Veröffentlichung des Spiels für PlayStation 4 und Xbox One.
Technische Hürden und unmögliche Kompromisse
In einer ausführlichen Ankündigung, die über X (ehemals Twitter) veröffentlicht wurde, gab Techland bekannt, dass nach intensiven Bemühungen, das Spiel auf ältere Hardware zu portieren, die schwierige Entscheidung getroffen wurde, die PS4- und Xbox-One-Versionen komplett einzustellen. Laut dem Studio wurde das Spiel von Grund auf so konzipiert, dass es die Leistungsfähigkeit moderner Hardware optimal nutzt.
Das Studio betonte, dass die nahtlose offene Welt, die hohe Grafikqualität und die flüssigen Kampf- und Parkour-Systeme Rechenleistung und Speicherbandbreite erfordern, die auf der vorherigen Konsolengeneration schlichtweg nicht vorhanden sind. Für Techland war die Kluft zwischen Vision und Hardware zu groß, um sie zu überbrücken.
Qualität vor Zugänglichkeit
Techland gab zu, monatelang versucht zu haben, das Spielerlebnis für ältere Konsolen zu optimieren, doch das Ergebnis war enttäuschend. Das Studio erklärte, die Anpassung des Spiels an diese Plattformen hätte „Kompromisse in einem Ausmaß“ erfordert, die das Kernerlebnis grundlegend verändert hätten. Anstatt eine abgespeckte, minderwertige Version des Spiels zu veröffentlichen, entschieden sich die Entwickler dafür, die Integrität ihrer ursprünglichen Vision zu bewahren.
„Es ging uns nicht darum, diesen Plattformen den Rücken zu kehren“, verteidigte sich das Studio in seiner Stellungnahme. „Stattdessen spiegelt dies die technischen Realitäten der Entwicklung und unser Bestreben wider, das bestmögliche Spielerlebnis zu bieten.“ Dieser Schritt signalisiert einen deutlichen Wandel in der Branche, in der Entwickler zunehmend von „Cross-Gen“-Veröffentlichungen abrücken, um nicht durch veraltete Hardware ausgebremst zu werden.
Was passiert nun mit den Vorbestellungen?
Für die Millionen von Spielern, die Dying Light: The Beast bereits für PS4 oder Xbox One vorbestellt hatten, hat Techland sichergestellt, dass niemand finanziell benachteiligt wird. Das Unternehmen hat bestätigt, dass alle Nutzer, die das Spiel auf diesen veralteten Plattformen vorbestellt haben, Anspruch auf eine vollständige Rückerstattung haben.
Auch wenn diese Nachricht für diejenigen, die nicht auf eine PlayStation 5 oder Xbox Series X|S aufrüsten können, zweifellos enttäuschend ist, ist die Entscheidung pragmatisch. Da die Branche immer weiter in die aktuelle Konsolengeneration vordringt, werden die technischen Beschränkungen der Konsolen aus dem Jahr 2013 für hochauflösende Open-World-Actiontitel unüberwindbar.