Solarbetriebene Smart Locks: Lohnt sich das Upgrade? Ein Praxistest
Wir haben das Desloc V150 Plus und das Lockin Veno Solar getestet, um herauszufinden, ob solarbetriebene Smart Locks das lästige Aufladen von Batterien überflüssig machen. Finden Sie heraus, welches Modell die bessere Wahl ist.

Preis- und Leistungsvergleich
Zwischen diesen beiden Geräten besteht ein eklatanter Preisunterschied. Das Desloc V150 Plus, das über Kickstarter finanziert wurde, hat einen Verkaufspreis von bis zu 399,99 US-Dollar und positioniert sich damit als Premium-Nischenprodukt. Im Gegensatz dazu ist das Lockin Veno Solar bereits jetzt deutlich günstiger erhältlich und kostet oft um die 199 US-Dollar. Für viele sind der niedrigere Preis und die sofortige Verfügbarkeit des Lockin Veno Solar der offensichtliche Grund, noch bevor die technische Leistung berücksichtigt wird.
Design und Installation
Beide Geräte sind als Ersatz für herkömmliche Türschlösser konzipiert, wirken aber klobig und überladen, was für diejenigen, die einen minimalistischen Look bevorzugen, möglicherweise nicht ansprechend ist. Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität wirkt das Desloc V150 Plus etwas robuster und bietet eine IP65-Wetterschutzklasse im Vergleich zur IP53-Klasse des Lockin Veno Solar. Die Installation ist jedoch bei beiden Modellen nahezu identisch: Entfernen Sie Ihr vorhandenes Türschloss, installieren Sie die Hardware und synchronisieren Sie es mit den jeweiligen mobilen Apps.
Smart-Home-Integration und Software
In puncto Konnektivität ist das Lockin Veno Solar klar im Vorteil. Während das Desloc V150 Plus auf Standard-WLAN und Bluetooth setzt, integriert das Lockin-Modell das moderne Smart-Home-Ökosystem mit nativer Matter-Unterstützung. Das bedeutet, dass das Veno Solar mit nahezu allen gängigen Plattformen kompatibel ist, darunter Apple Home, Google Home und Amazon Alexa. Für alle, die ihr Smart Home zukunftssicher gestalten möchten, ist die Matter-Unterstützung unerlässlich.
Leistung: Durchwachsen
Beide Schlösser bieten fortschrittliche biometrische Funktionen, ihre Leistung im Alltag zeigt jedoch Verbesserungspotenzial. Das Desloc V150 Plus setzt auf einen Fingerabdruckscanner anstelle eines PIN-Pads, was für den Gastzugang ein großer Nachteil ist. Das Lockin Veno Solar hingegen verfügt zwar über ein PIN-Pad, verzichtet aber auf biometrische Fingerabdruckauthentifizierung und nutzt stattdessen Gesichtserkennung. Die Gesichtsscanner beider Geräte erwiesen sich als etwas träge, sodass die manuelle Eingabe oder die Fingerabdruckeingabe im Alltag oft schneller war. Besonders hervorzuheben ist die überlegene WLAN-Signalstärke des Lockin Veno Solar, was entscheidend ist, wenn sich Ihre Tür weit entfernt vom WLAN-Router befindet.
Das Fazit
Beide Schlösser laden ihren Akku zwar erfolgreich durch Sonneneinstrahlung, doch das Lockin Veno Solar überzeugt letztendlich durch seinen günstigeren Preis, die bessere Konnektivität (dank Matter-Unterstützung) und das vorhandene physische PIN-Pad. Das Desloc V150 Plus ist zwar ein funktionales Gerät, aber sein hoher Preis und die eingeschränkte Integration in andere Systeme machen es schwer verkäuflich, bis solarbetriebene Schlösser weiter verbreitet und mit mehr Funktionen ausgestattet sind. Wenn Sie derzeit eine solarbetriebene Sicherheitslösung suchen, ist der Lockin Veno Solar die überlegene und praktischere Investition.