Indischer Aktivist Sonam Wangchuk leidet unter gesundheitlichen Problemen im Zuge seines Protests gegen Prüfungskorruption.
Der prominente indische Aktivist Sonam Wangchuk befindet sich in Neu-Delhi im 17. Tag seines Hungerstreiks, um gegen das Durchsickern von Prüfungsaufgaben der Regierung zu protestieren und den Rücktritt des Bildungsministers zu fordern.

Verschärfende Krise und gesundheitliche Bedenken
Berichten zufolge hat Wangchuk bis zum 14. Juli 2026 über 8,5 Kilogramm abgenommen, und sein Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide. Trotz dringender Appelle von Oppositionsführern und Medizinern, seinen Protest zu beenden, hält Wangchuk an seinem Anliegen fest. Seine Anhänger berichten, dass er bereits einen Massenmarsch zum Parlament am 20. Juli plant.
Systemische Probleme als Auslöser der Proteste
Der Protest wird maßgeblich durch die Wut über die weit verbreitete Misswirtschaft bei Auswahlprüfungen angetrieben. Besonders gravierend ist, dass das Durchsickern kritischer Prüfungsfragen zur Absage und Verschiebung zahlreicher Aufnahmeprüfungen für medizinische Hochschulen führte, an denen 2,3 Millionen Kandidaten teilnahmen. Angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit von 13,6 Prozent in den Städten werden diese Bildungsdefizite als direkter Angriff auf die Zukunft der jungen Generation Indiens wahrgenommen. Während die Bundesregierung und Minister Dharmendra Pradhan zu den Forderungen schweigen, verdeutlicht der anhaltende Sitzstreik einen wachsenden Widerstand gegen die Politik der Regierung und signalisiert eine schwierige Zeit für die Führung, da der studentische Aktivismus weiter an Dynamik gewinnt.