Ich trug Viture Luma Ultra und Pro Neckband in der Öffentlichkeit – sie lachten, aber der Witz ging nach hinten los.
Wir haben das Viture Luma Ultra und Pro Neckband im öffentlichen Raum getestet. Trotz des ungewöhnlichen Aussehens beweist das überlegene räumliche Computererlebnis, warum der Witz eher auf Kosten der Zuschauer geht.

Öffentliche Wahrnehmung trifft auf private Technologie
Wer mit der Viture Luma Ultra Brille und dem Pro Neckband ein belebtes Café betritt, erntet Blicke, Schmunzeln und mitunter sogar besorgte Blicke der Baristas. In Gesellschaft wirkt man damit fast zwangsläufig wie ein Streber oder eine billige Cyberpunk-Figur. Doch das Erlebnis, einen riesigen virtuellen 120-Zoll-OLED-Bildschirm über einer Tasse Kaffee schweben zu sehen und dabei Cloud-Gaming über Nvidia GeForce Now zu genießen, ist ein Offenbarungsmoment, der die soziale Reibung allemal wert ist.
Die Praktikabilität von Personal Spatial Computing
Ein solch futuristisches Setup in einer Kneipe beim Fußballgucken mag zwar extrem erscheinen, dient aber als anspruchsvoller Stresstest im Alltag. Das Viture-Ökosystem, das nach umfangreichen Software-Updates ausgereift ist, bietet ein überzeugendes, mobiles Raumerlebnis. Es geht nicht nur um den Neuheitswert; Es geht um die Möglichkeit, eine komplette Multimedia-Suite für Arbeit, Spiele und Unterhaltung überallhin mitzunehmen.
Arbeiten und Spielen unterwegs
Das System glänzt in zwei Hauptbereichen: Produktivität und Unterhaltung. Dank eines Android-basierten Betriebssystems können Nutzer auf vertraute Anwendungen zugreifen. Für mehr Produktivität ermöglicht die Unterstützung mehrerer Bildschirme einen reibungslosen Workflow bei der Dokumentenverwaltung und Web-Recherche, sofern eine Bluetooth-Tastatur vorhanden ist. Für Spiele unterstützt das System Cloud-Gaming-Dienste und Konsolen-Streaming über Apps wie PSPlay und XBXPlay und verwandelt so jede ruhige Ecke in ein persönliches Kino oder eine Gaming-Lounge.
Optimiertes räumliches Erlebnis
Eine der wichtigsten Neuerungen des Luma Ultra ist die Integration von Kameras für 6DoF-Tracking (sechs Freiheitsgrade). Während herkömmliche 3DoF-Brillen die Bewegung auf die Rotation beschränken, ermöglicht 6DoF volle Bewegungsfreiheit – Sie können sich um Ihre virtuellen Bildschirme herum bewegen, sich vorbeugen und seitwärts gehen. Obwohl die Bedienung, insbesondere beim Hand-Tracking, etwas Übung erfordert, stellt sie einen bedeutenden Fortschritt für die Plattform dar. Auch wenn das System gelegentlich in komplexen Umgebungen Schwierigkeiten hat, sorgt die Integration der Remote-App über das Pro Neckband für eine zuverlässige Navigation.
Ist das für jeden geeignet?
Die Kombination aus Viture Luma Ultra und Pro Neckband ist ein beeindruckendes Gerät, hat aber mit einem Preis von fast 900 US-Dollar ihren Preis. Es handelt sich um eine beträchtliche Investition, die mit eigenständiger VR-Hardware wie der Meta Quest 3S konkurriert. Letztendlich ist dieses Gerät nicht für den Durchschnittsnutzer gedacht, aber für diejenigen, die Wert auf extreme Mobilität und die einzigartige Möglichkeit legen, in jeder Umgebung ein riesiges privates Display zu erstellen, bietet es einen Einblick in eine sehr funktionale, wenn auch etwas ungewöhnliche Zukunft.