Ich habe meinem 7-jährigen Kind das virale „Blechdosen-Handy“ gegeben – hier ist das Urteil nach einem Monat.

Wir haben das viral gegangene, bildschirmfreie „Blechdosen“-Handy für Kinder getestet, um herauszufinden, ob es den Erwartungen besorgter Eltern hinsichtlich der Bildschirmzeit gerecht wird. Hier ist unser Ergebnis nach einem Monat.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 20/07/2026 14:17
Ich habe meinem 7-jährigen Kind das virale „Blechdosen-Handy“ gegeben – hier ist das Urteil nach einem Monat.
In einer Zeit, die von Highspeed-Internet und allgegenwärtigen Smartphones geprägt ist, hat sich das „Tin Can“-Telefon überraschenderweise zu einer beliebten, einfachen Alternative für Kinder entwickelt. Als Technikjournalistin und Mutter, die den Umgang ihres 7-jährigen Kindes mit digitalen Geräten sorgfältig lenkt, war ich fasziniert von dem Hype um dieses retro-inspirierte Kommunikationsgerät. Nach einem Monat Testen möchte ich nun meine ehrlichen Erfahrungen teilen. Was ist das „Tin Can“-Telefon? Das „Tin Can“ ist ein modernes VoIP-Gerät im Design eines klassischen Wandtelefons und für 100 US-Dollar über die Website des Herstellers erhältlich. Es ist in vier leuchtenden Farben verfügbar und verzichtet erfreulicherweise auf Bildschirme, Social-Media-Apps und Webbrowser. Für zusätzliche 10 Dollar pro Monat ermöglicht das optionale Abonnement das Wählen und Empfangen von Anrufen über echte Telefonnummern, anstatt die Kommunikation ausschließlich auf andere „Tin Can“-Geräte zu beschränken.

Einrichtung und tägliche Nutzung

Die Einrichtung ist unkompliziert und erfolgt vollständig über eine Begleit-App. Eltern können Kontakte importieren oder Benutzer anhand ihrer individuellen Nummern hinzufügen. Eine wichtige Sicherheitsfunktion ermöglicht „Ruhezeiten“ und zeitlich festgelegten Zugriff, sodass das Gerät nicht während der Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen ablenkt. Die Einrichtung ist zwar intuitiv, aber das kindgerechte Design führte anfangs zu einigen amüsanten Situationen – meine Tochter versuchte zunächst, es wie eine FaceTime-Kamera zu benutzen und hielt es vor ihr Gesicht, bevor sie die traditionelle Methode lernte, den Hörer ans Ohr zu halten.

Das Urteil: Hat es sich gelohnt?

Nach vier Wochen ließ die anfängliche Begeisterung nach. Meine Tochter nutzte es zwar noch gelegentlich, um mit ihren Großeltern zu sprechen, aber die Häufigkeit der Anrufe bei Freunden nahm deutlich ab. Die Audioqualität war zwar im Allgemeinen gut, doch einige eingehende Voicemails waren von Knackgeräuschen beeinträchtigt. Dennoch erwies sich das Gerät als erfolgreiches Anreizmittel – die Aussicht, ihre Freunde anzurufen, reichte aus, um sicherzustellen, dass sie ihr Klavierüben beendete.

Ist es die richtige Wahl für Ihre Familie?

Das „Tin Can“ konkurriert mit ähnlichen, auf Kinder ausgerichteten Alternativen wie Ring Ring und Pinwheel. Jedes dieser Geräte bietet unterschiedliche Preise, Tarife und Kindersicherungsfunktionen. Letztendlich ist das „Tin Can“ ein charmanter, wenn auch teurer Einstieg in die Welt der Telekommunikation. Als das Interesse meiner Tochter jedoch Mitte des Sommers nachließ, erinnerte es mich daran, dass Kinder das Spielen im Freien oft viel anregender finden als jedes Handy, egal wie einfach es ist. Wenn Sie eine bildschirmfreie Alternative zwischen „keinem Handy“ und einem vollwertigen Smartphone suchen, ist es eine praktikable und bewusst gewählte Option, aber erwarten Sie nicht, dass es die Aufmerksamkeit Ihres Kindes auf Dauer fesselt.

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