Hinter den Kulissen des 200-Millionen-Dollar-Desasters: Warum die Schöpfer von Suicide Squad die Spielebranche beinahe verlassen hätten
Zwei ehemalige Rocksteady-Entwickler sprechen über die Hölle der Entwicklung von Suicide Squad: Kill the Justice League und darüber, wie das 200-Millionen-Dollar-Debakel sie beinahe dazu gebracht hätte, mit dem Spielen aufzuhören.

Die menschliche Last der Konzernvorgaben
Für viele Entwickler bei Rocksteady war der unerbittliche Druck, Live-Service-Elemente zu implementieren, zermürbend. Johnny Armstrong gab zu, dass ihn diese Erfahrung beinahe dazu gebracht hätte, die Spielebranche komplett zu verlassen. Er beschrieb die Zeit als eine Phase, in der seine kreative Energie systematisch aufgesaugt wurde, was ihn ausgelaugt und desillusioniert zurückließ. Das Projekt, das eigentlich ein hochkarätiger Titel werden sollte, wurde zu einer Quelle erheblichen beruflichen und emotionalen Stresses.
Auf dem Weg zu einer gesünderen Branche
Nach ihrem Ausscheiden bei Rocksteady haben sich Rydby und Armstrong der Indie-Entwicklung zugewandt und arbeiten derzeit an dem Deckbuilding-Spiel „Secret of Circadia“. Diese Rückkehr zu ihren Wurzeln hat es ihnen ermöglicht, die Freude am kreativen Schaffen wiederzuentdecken. Rydby reflektierte über den Zustand der Branche und warnte vor dem aktuellen Trend, Profit über Leidenschaft zu stellen. Er forderte die großen Publisher auf, ihre Abhängigkeit von datengetriebenen Modellen zu überdenken, die genau jene Innovationen ersticken, die das Medium Videospiel überhaupt erst erfolgreich gemacht haben.