Handelsabkommen zwischen Indien und Großbritannien: Eine neue Ära der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Zollsenkungen

Indien und Großbritannien haben ein bedeutendes Handelsabkommen (CETA) geschlossen. Erfahren Sie, wie es Zölle auf Waren senkt, Fachkräfte unterstützt und sich auf die Verbraucherpreise in beiden Ländern auswirkt.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 16/07/2026 00:15
Handelsabkommen zwischen Indien und Großbritannien: Eine neue Ära der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Zollsenkungen
Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) zwischen Indien und dem Vereinigten Königreich ist offiziell in Kraft getreten und markiert einen Wendepunkt in den bilateralen Beziehungen. Unterzeichnet von Premierminister Narendra Modi und seinem britischen Amtskollegen Keir Starmer, zielt das Abkommen auf eine vertiefte wirtschaftliche Integration ab, indem Handelshemmnisse deutlich abgebaut und der Marktzugang erweitert werden. Auswirkungen auf Handel und Zölle: Das Abkommen ist äußerst ambitioniert. Das Vereinigte Königreich wird die Zölle auf über 96 Prozent seiner Zolltarifpositionen abschaffen, was fast 98 Prozent des Handelsvolumens entspricht. Für Indien bedeutet dies einen sofortigen zollfreien Zugang für wichtige Exportsektoren wie Textilien, Leder, Schmuck, Meeresprodukte und verschiedene verarbeitete Lebensmittel. Umgekehrt wird Indien die Zölle auf rund 90 Prozent der Importe aus dem Vereinigten Königreich senken oder abschaffen und britischen Unternehmen damit einen Wettbewerbsvorteil auf dem schnell wachsenden indischen Markt verschaffen. Vorteile für Verbraucher: Was wird günstiger? Verbraucher in beiden Ländern werden die unmittelbaren Auswirkungen dieser Zollsenkungen voraussichtlich spüren. Für Inder dürften beliebte britische Importe – wie edle Whiskys, Premium-Schokolade, Luxuskosmetik und bestimmte Autoteile – günstiger werden. Britische Verbraucher profitieren von der größeren Auswahl an indischen Textilien, Gewürzen und hochwertigen Lederwaren, was die Vielfalt des Einzelhandelsangebots erweitert.

Professionelle Mobilität und Dienstleistungen

Neben physischen Gütern wirkt das Abkommen als wichtiger Impulsgeber für den Dienstleistungssektor. Über 75.000 Fachkräfte und fast 1.000 Unternehmen sollen von vereinfachten Visa- und Mobilitätsverfahren profitieren. Das Abkommen vereinfacht befristete Arbeitsverhältnisse, insbesondere durch die Befreiung indischer Fachkräfte von den Sozialversicherungsbeiträgen in Großbritannien für fünf Jahre. Dies dürfte die Zusammenarbeit in wachstumsstarken Bereichen wie IT, Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und Beratung stärken.

Ausnahmen und sensible Sektoren

Trotz des weitreichenden Geltungsbereichs des CETA haben beide Regierungen sensible Branchen strategisch geschützt. Produkte wie Milchprodukte, Zucker, Eier und Geflügel sind weiterhin von den Zollsenkungen ausgenommen, um die Interessen der lokalen Landwirtschaft zu schützen. Darüber hinaus wurden bestimmte sensible Kategorien, darunter bestimmte Goldbarren, Smartphones, Walnüsse und Äpfel, von den Zollsenkungen ausgenommen, um die Stabilität des Inlandsmarktes zu gewährleisten.

Quelle: www.aljazeera.com

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