Eskalation im Golf: USA starten strategische Angriffe zur Schwächung der iranischen Militärkapazitäten

Die USA haben nach den Spannungen um die Straße von Hormus und dem Scheitern eines Waffenstillstandsabkommens neue Angriffe gegen den Iran gestartet, um dessen militärische Fähigkeiten zu schwächen.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 12/07/2026 23:45
Eskalation im Golf: USA starten strategische Angriffe zur Schwächung der iranischen Militärkapazitäten

Militärische Eskalation in der Straße von Hormus

In einer deutlichen Eskalation der regionalen Spannungen haben die Vereinigten Staaten eine neue Welle von Luftangriffen in den frühen Morgenstunden gegen militärische Einrichtungen im Iran eingeleitet. Das US Central Command (CENTCOM), die für die Militäroperationen im Nahen Osten zuständige Behörde, bestätigte, dass diese Angriffe gezielt darauf abzielten, die Fähigkeit des Irans zu schwächen, den Handelsschiffsverkehr zu stören und zivile Seeleute in der strategisch wichtigen Straße von Hormus anzugreifen.

Die Operation wurde von Präsident Donald Trump autorisiert, der die Notwendigkeit betonte, die iranischen Streitkräfte für die jüngsten Provokationen zur Rechenschaft zu ziehen. Laut Berichten iranischer Staatsmedien waren Explosionen in mehreren wichtigen Gebieten entlang der Straße von Hormus zu spüren, darunter Sirik, Jask, die Insel Qeshm und Regionen westlich von Bandar Abbas. Während das Gouvernement der Provinz Hormozgan bisher keine zivilen Opfer meldete, signalisieren die Angriffe eine harte Kursänderung der USA im Konflikt.

Ein brüchiger Waffenstillstand und der Kampf um die Kontrolle über die Seewege

Diese Angriffe markieren einen kritischen Zusammenbruch einer im Juni unterzeichneten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU), die eine „sofortige und dauerhafte“ Einstellung der Kampfhandlungen zum Ziel hatte. Die Absichtserklärung sollte den Weg für umfassendere Verhandlungen zur Beendigung des Krieges ebnen, den die USA und Israel am 28. Februar begonnen hatten. Das Abkommen ist jedoch aufgrund der Frage der Souveränität und Kontrolle über die Straße von Hormus rasch ins Wanken geraten.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Seewege der Welt; fast 20 Prozent der weltweiten Öl- und Erdgasversorgung passieren ihre Gewässer. Seit Kriegsbeginn im Februar sind die globalen Treibstoffpreise sprunghaft angestiegen, da der Iran den Handel einschränkte und seine territorialen Ansprüche auf die Wasserstraße geltend machte.

Gemäß der im Juni unterzeichneten Absichtserklärung verpflichtete sich der Iran, nach besten Kräften den Warenverkehr für 60 Tage gebührenfrei zu ermöglichen. Trotzdem setzt der Iran weiterhin Drohnen gegen Containerschiffe und Tanker ein und behauptet, diese Schiffe würden Warnungen ignorieren oder nicht genehmigte Routen benutzen.

Vergeltungskrieg: Ziele und Reaktionen

Der aktuelle militärische Schlagabtausch begann am 7. Juli und entwickelte sich zu einer Reihe von Vergeltungsangriffen. Allein in der Nacht zum Samstag meldete das US-Zentralkommando Angriffe auf rund 140 iranische Militärziele, darunter Anlagen zur Raketenproduktion, Drohneneinsätze, Überwachung und Marineinfrastruktur.

Das Zentralkommando nannte insbesondere den Angriff auf das unter zyprischer Flagge fahrende Schiff M/V GFS Galaxy – bei dem Berichten zufolge ein Besatzungsmitglied vermisst wird – als Hauptgrund für die Intensität der jüngsten Angriffe. Als Reaktion darauf startete der Iran Gegenangriffe gegen US-Militäreinrichtungen in der gesamten Region und griff Ziele in Jordanien, Bahrain, Kuwait, Katar und Oman an.

Diplomatische Sackgasse und humanitäre Bedenken

Die geopolitischen Folgen haben die internationale Gemeinschaft in Alarmbereitschaft versetzt. UN-Generalsekretär António Guterres rief zu „größtmöglicher Zurückhaltung“ auf und warnte vor weiteren Eskalationen, die einen umfassenden regionalen Krieg erneut entfachen könnten. Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge sind aufgrund des andauernden Konflikts noch immer etwa 6.000 Seeleute in den Gewässern gestrandet.

Präsident Trump hat signalisiert, dass die im Memorandum of Understanding (MoU) festgelegte Waffenruhe faktisch „beendet“ sei, obwohl er betonte, dass diplomatische Gespräche fortgesetzt werden könnten. Das iranische Außenministerium hat unterdessen über seinen Sprecher Esmaeil Baghaei die Nachbarländer dringend aufgefordert, den USA nicht länger zu gestatten, ihr Territorium als „Ausgangspunkt für Aggressionen“ zu nutzen. Irans Reaktionen seien ein legitimes Recht auf Selbstverteidigung gemäß internationalem Recht.

Quelle: www.aljazeera.com

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