Düsterer als Night City: Die herzzerreißenden alternativen Enden von Cyberpunk Edgerunners

Der Autor Bartosz Sztybor enthüllt ein erschreckendes alternatives Ende für Cyberpunk Edgerunners und warnt, dass die zweite Staffel emotional noch verheerender sein wird.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 06/07/2026 09:42

Ein dystopisches Meisterwerk emotionaler Zerstörung

Für viele Zuschauer war die erste Staffel von Cyberpunk: Edgerunners mehr als nur ein Anime; sie war ein emotionaler Härtetest. Die Geschichte von David Martinez, einem Straßenjungen, der alles verliert und versucht, mithilfe gefährlicher kybernetischer Implantate die Karriereleiter in Night City zu erklimmen, gipfelte in einem Finale, das die Zuschauer zutiefst erschütterte. Wie sich herausstellte, war das Trauma, das wir erlebten, tatsächlich die „barmherzige“ Version der Geschichte.

Während die Vorfreude auf die zweite Staffel der Erfolgsserie – einer Koproduktion von CD Projekt RED, Studio Trigger und Netflix – wächst, hat Autor Bartosz Sztybor den kreativen Prozess hinter der bedrückenden Atmosphäre der Serie und die brutalen Alternativen, die es beinahe auf den Bildschirm geschafft hätten, beleuchtet.

Das alternative Ende: Ein Schicksal schlimmer als der Tod

In einem kürzlich geführten Interview mit Anime Corner enthüllte Bartosz Sztybor ein erschreckendes Detail über die Erzählrichtung der ersten Staffel. Obwohl das Ende, das wir zu sehen bekamen, tragisch war, merkte Sztybor an, dass es keine „Happy Ends“ gab – nur verschiedene Grade des Elends. Er gab zu, dass einige der verworfenen Konzepte deutlich schrecklicher waren als das kanonische Ende.

Ein bestimmtes alternatives Ende sah vor, dass David am Ende seiner Reise nicht vollständig stirbt. Stattdessen hätte ihn der Arasaka-Konzern gefangen genommen, seiner Autonomie beraubt und ihn in ein willenloses Werkzeug verwandelt. In dieser Version hätte David die Ewigkeit als Robotersoldat verbracht, eingesetzt in Konzernkriegen in Afrika oder Südamerika. Dieses Schicksal wäre ein endloser Kreislauf aus Gewalt und Sklaverei gewesen, der David keinen Frieden gebracht und Lucy in ewiger, ungelöster Trauer zurückgelassen hätte.

Dieser verworfene Weg weist eine erschreckende Parallele zum „Arasaka-Ende“ im Videospiel Cyberpunk 2077 auf, in dem das Bewusstsein des Protagonisten V in das Programm „Secure Your Soul“ hochgeladen wird, wodurch seine Individualität zum Wohle des Konzerns ausgelöscht wird.

Vorbereitung auf weitere Tränen: Was erwartet uns in Staffel 2?

Die Nachricht von einer zweiten Staffel hat bei den Fans sowohl Begeisterung als auch Besorgnis ausgelöst. Während die erste Staffel die Messlatte für Storytelling und visuelle Effekte hoch legte, warnte Sztybor die Zuschauer davor, einen optimistischeren Ton zu erwarten. Angesichts der Natur des Cyberpunk-Universums – wo das Haus immer gewinnt und die Stadt alle verschlingt – ist Hoffnung ein gefährliches Gut. Sztybor warnte im Grunde, dass die zweite Staffel die emotionalen Grenzen noch weiter verschieben würde, falls die erste Staffel die Zuschauer bereits erschöpft zurückgelassen hatte. Er deutete an, dass die kommende Handlung die Zuschauer „noch mehr zum Weinen bringen“ könnte und versprach eine Fortsetzung des packenden, spannungsgeladenen Dramas, das Davids und Lucys Reise prägte – allerdings mit einer neuen Besetzung, die ihren eigenen aussichtslosen Kampf gegen die Maschine führt. Da die zweite Staffel voraussichtlich auf Netflix erscheint, sollten sich die Fans auf weitere neonfarbene Tragödien und die unausweichliche Erkenntnis einstellen, dass man in Night City nur gewinnen kann, wenn man das Spiel nicht mitspielt.

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