Die ultimative Sommerwanderung: 6 atemberaubende Fernwanderwege in ganz Europa

Entdecken Sie die 6 besten Fernwanderwege Europas für den Sommer, von den Schweizer Alpen und slowenischen Gipfeln bis zu den rauen Küsten Irlands und Schwedens.

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Veröffentlicht am 30/06/2026 11:43
Die ultimative Sommerwanderung: 6 atemberaubende Fernwanderwege in ganz Europa

Entfliehen Sie dem Alltag: Der Reiz des Fernwanderns in Europa

Wenn die Sommersonne den Kontinent erwärmt, gibt es keine bessere Möglichkeit, die unberührte Schönheit Europas zu erleben, als zu Fuß. Während beliebte Touristenorte oft überfüllt sind, bieten die Fernwanderwege des Kontinents einen Zufluchtsort für alle, die Ruhe, körperliche Herausforderung und eine tiefere Verbindung zur Natur suchen. Von den schroffen Gipfeln der Schweizer Alpen bis zu den salzverkrusteten Klippen der Atlantikküste bietet Europas Wegenetz eine vielfältige Landschaft für jeden Wanderertyp.

1. Das Berner Oberland: Das alpine Meisterwerk der Schweiz

Für alle, die sich nach dramatischer Vertikalität sehnen, ist die Jungfrauregion im Berner Oberland wohl der Höhepunkt des alpinen Trekkings. Hier dominiert das Trio Jungfrau, Mönch und Eiger die Skyline und bildet eine Kulisse aus schneebedeckten Giganten und smaragdgrünen Tälern.

Das Erlebnis: Die Region ist ein Spielplatz der Effizienz und Schönheit, wo Bergbahnen und Gondeln Wanderer nahtlos mit hochalpinen Wanderwegen verbinden. Eine erstklassige Wahl ist die 119 Kilometer lange, neun Etappen umfassende Rundwanderung ab Grindelwald, die eine mittelschwere Herausforderung durch eine Landschaft mit rauschenden Wasserfällen und malerischen Dörfern bietet.

Top-Tipp: Wenn die Zeit begrenzt ist, sollten Sie die Wanderung zur Schynigen Platte priorisieren. Mit Panoramablicken, die von den gefrorenen Gipfeln bis zum schimmernden Wasser des Thuner- und Brienzersees reichen, wird sie häufig als eine der lohnendsten Tageswanderungen Europas genannt.

2. Die Alpe Adria: Von den österreichischen Gipfeln zur Adria

Die Alpe Adria ist mehr als nur ein Wanderweg; Es handelt sich um eine transkontinentale Reise über 748 Kilometer. Sie beginnt am Fuße des Großglockners, Österreichs höchstem Berg, und führt hinab zur Mittelmeerküste.

Slowenische Highlights: Für ein kürzeres, aber intensives Erlebnis empfiehlt sich eine Wanderung in den Julischen Alpen in Slowenien. Eine sechstägige, 129 Kilometer lange Strecke von Kranjska Gora nach Cividale del Friuli in Italien führt Wanderer durch den Triglav-Nationalpark und entlang des türkisfarbenen Wassers der Soča. Diese Route verbindet Naturschönheit mit bewegender Geschichte und führt an den Bunkern der Isonzofront aus dem Ersten Weltkrieg vorbei.

Die Belohnung: Die Reise gipfelt in einem letzten Aufstieg über den Kolovrat-Kamm, der einen atemberaubenden Doppelblick auf die Alpengipfel und den fernen blauen Horizont der Adria bietet.

3. Der portugiesische Küstenweg: Ein beschaulicher Pfad nach Santiago

Während der Camino Francés der bekannteste Weg nach Santiago de Compostela ist, bietet der portugiesische Küstenweg eine erfrischende und weniger überlaufene Alternative. Diese 274 Kilometer lange Pilgerreise, die sich von Porto aus erstreckt, ist gleichermaßen von der Nähe zum Meer und von Spiritualität geprägt.

Die Route: Der Weg schlängelt sich an der Atlantikküste entlang, durchquert traditionelle Fischerdörfer und führt über helle Sandstrände. Nach der Überfahrt über den Fluss Minho nach Spanien wandern die Pilger weiter in Richtung Vigo, bevor sie ins Landesinnere abbiegen. Die letzte Etappe führt durch die heilenden Thermalquellen von Caldas de Reis und die berühmten Pfefferfelder von Padrón.

Atmosphäre: Die Atlantikbrise sorgt für eine natürliche Kühlung und macht diese Route ideal für den Hochsommer, während die Gemeinschaft der anderen Pilger stets spürbar ist.

4. Der Lechweg: Auf den Spuren von Europas letztem wilden Fluss

Wasser hat die wohltuende Wirkung, Körper und Geist zu erfrischen. Deshalb ist der Lechweg eine hervorragende Wahl für den Sommer. Diese 125 Kilometer lange Route in Österreich und Deutschland folgt dem Lech, einem der letzten wilden, ungezähmten Flüsse Europas.

Naturarchitektur: Von seiner Quelle auf 1.793 Metern Höhe nahe Formarinsee bis zum Lechfall in Füssen präsentiert der Weg einen sich verzweigenden Fluss mit türkisfarbenem Wasser, der sich durch Kiesebenen und Kiefernwälder schlängelt. Trotz des Gefühls absoluter Wildnis ist die Infrastruktur erstklassig, was dem Weg die Auszeichnung „Leading Quality Trail“ eingebracht hat.

Lokale Kultur: Entlang des Weges laden charmante Bergdörfer zum Verweilen ein. Hier können Wanderer in historischen Gasthäusern einkehren und regionale Spezialitäten wie Käse und Bier genießen.

5. Der Beara Way: Irlands wildeste Grenze

Für alle, die eine raue, windumtoste Auszeit suchen, ist die Beara-Halbinsel im Südwesten Irlands ein wahrer Geheimtipp. Weitaus ruhiger als die benachbarten Halbinseln Dingle und Iveragh, ist Beara eine Oase der Einsamkeit.

Erkundung: Die gesamte 206 Kilometer lange Rundwanderung beginnt und endet in Glengarriff und führt durch ein Labyrinth aus Moorstraßen und schmalen Gassen. Unterwegs begegnen Sie alten Steinkreisen, frühchristlichen Stätten und verlassenen Kupferminen aus dem 19. Jahrhundert.

Besondere Abstecher: Die Region bietet faszinierende Abstecher, darunter eine Fahrt mit Irlands einziger Seilbahn zur Insel Dursey oder eine Fährüberfahrt zur Insel Bere, wo Wikingerbefestigungen und Martello-Türme von einer einst befestigten Küste erzählen.

6. Kuststigen: Die saphirblauen Küsten Schwedens

Schwedens Kuststigen ist kein einzelner Wanderweg, sondern eine Sammlung von 44 wunderschön markierten Etappen entlang der Küste von Bohuslän. Er ist eine Hommage an den schwedischen Schärengarten mit seinen rosafarbenen Granitfelsen und dem saphirblauen Meer.

Empfohlene Abschnitte: Etappe 22 durch das Naturschutzgebiet Ramsvikslandet – bekannt als das „Königreich der Felsen“ – ist ein absolutes Muss. Für alle, die in Göteborg übernachten, bietet eine kostenlose Fähre nach Hönö Zugang zu den ersten drei Etappen, die blühende Wiesen mit Sandstränden verbinden.

Beste Reisezeit: Um den größten Touristenandrang im Juli zu vermeiden, empfiehlt sich Ende August oder Anfang September. Die Luft ist dann noch mild und die Küste präsentiert sich in einem friedlichen, beschaulichen Zustand.

Quelle: www.theguardian.com
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