Der Oberste Gerichtshof der USA hat Trumps Berufung im Verleumdungsfall von E. Jean Carroll abgewiesen.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat Donald Trumps Berufung gegen das Juryurteil über 5 Millionen Dollar zurückgewiesen, in dem er wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung von E. Jean Carroll für schuldig befunden wurde.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 30/06/2026 11:49
Der Oberste Gerichtshof der USA hat Trumps Berufung im Verleumdungsfall von E. Jean Carroll abgewiesen.

Ein bedeutender juristischer Rückschlag

Der Oberste Gerichtshof der USA hat Donald Trumps juristischen Bemühungen einen schweren Schlag versetzt und seinen Antrag auf Überprüfung eines Juryurteils aus dem Jahr 2023 offiziell abgelehnt. Das Urteil sprach Trump des sexuellen Missbrauchs und der anschließenden Verleumdung seiner ehemaligen Kolumnistin E. Jean Carroll schuldig. Die Richter verkündeten ihre Entscheidung am Montag ohne Begründung und ohne Berücksichtigung etwaiger abweichender Meinungen. Damit wurde das zivilrechtliche Urteil gegen den ehemaligen Präsidenten in Höhe von 5 Millionen US-Dollar faktisch bestätigt.

Der Weg zum Obersten Gerichtshof

Diese Entscheidung folgt auf eine Reihe erfolgloser juristischer Manöver des Trump-Verteidigungsteams. Im Jahr 2024 bestätigte ein dreiköpfiges Richtergremium des zweiten US-Berufungsgerichts in Manhattan das ursprüngliche Juryurteil. Trumps Anwälte hatten argumentiert, der Prozess sei grundlegend unfair gewesen, da Beweismittel zu früheren Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens zugelassen worden seien. Trotz dieser Einwände haben das Berufungsgericht und nun auch der Oberste Gerichtshof das Urteil bestätigt.

Reaktion und Verantwortlichkeit

Nach der Bekanntgabe bezeichnete Donald Trump das Ergebnis auf Truth Social als Produkt eines „gefälschten Prozesses“. Roberta Kaplan, die Anwältin von E. Jean Carroll, hingegen feierte das Urteil als endgültigen Sieg der Gerechtigkeit. „Die heutige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bestätigt ein für alle Mal das einstimmige Urteil der Jury, dass Präsident Donald J. Trump E. Jean Carroll sexuell belästigt und verleumdet hat“, erklärte Kaplan. Sie fügte hinzu, dass das Urteil Trumps Bemühungen, sich der Verantwortung für sein Handeln zu entziehen, beendet.

Weitere rechtliche Implikationen

Die Ursprünge dieses Falls reichen bis ins Jahr 2019 zurück, als Carroll in ihren Memoiren erstmals Anschuldigungen über einen sexuellen Übergriff veröffentlichte, der sich ihrer Aussage nach in den 1990er-Jahren in einer Umkleidekabine des Kaufhauses Bergdorf Goodman ereignet haben soll. Obwohl das Urteil über 5 Millionen Dollar nun rechtskräftig ist, dauern die juristischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Parteien an. Ein separater Verleumdungsprozess im Jahr 2024 führte zu einem Urteil über 83,3 Millionen Dollar gegen Trump wegen Äußerungen aus dem Jahr 2019. Sein Anwaltsteam legt derzeit Berufung gegen diese Entscheidung ein und beabsichtigt, den Fall auch vor den Obersten Gerichtshof zu bringen. Aktuell ist Trump gerichtlich verpflichtet, die 83,3 Millionen Dollar zu sichern. Ein kürzlich ergangenes Urteil verpflichtet ihn zudem, seine Kaution zu erhöhen, um die aufgelaufenen Zinsen während des laufenden Berufungsverfahrens abzudecken.

Quelle: www.theguardian.com
Tags: #US Politics #Supreme Court #Donald Trump #E. Jean Carroll #Legal News #Defamation

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