Call of Duty Black Ops PS5-Ports: Warum die anfängliche Begeisterung in Besorgnis umschlägt
Die Begeisterung für Call of Duty Black Ops 1 & 2 auf der PS5 schwindet angesichts der vielen Anzeichen, dass die Preise für die minimalen technischen Verbesserungen zu hoch sind.

Nostalgische Rückkehr mit möglichem Haken
Die Call-of-Duty-Community war kürzlich begeistert von der Ankündigung, dass zwei der beliebtesten Titel der Reihe, Call of Duty: Black Ops 1 und Black Ops 2, für die PlayStation 5 erscheinen werden. Die Veröffentlichung ist für Juli 2026 im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zwischen Iron Galaxy und Treyarch geplant. Diese Portierungen sollen die Wartezeit auf Modern Warfare 4 verkürzen.
Die anfängliche Begeisterung weicht jedoch schnell der Besorgnis. Zwar ist die Aussicht, diese Klassiker auf moderner Hardware zu spielen, verlockend, doch erste Anzeichen deuten darauf hin, dass das „Upgrade“ lediglich eine einfache Portierung zu einem überteuerten Preis sein könnte.
Warnsignal im Xbox Store
Die Besorgnis rührt von den kürzlich beobachteten Preisanpassungen im Xbox Store her, auf die Brancheninsider CharlieIntel zuerst aufmerksam gemacht hat. Während Xbox Series X|S-Nutzer dank Abwärtskompatibilität bereits Zugriff auf diese Titel haben, hat Microsoft die Preise für Black Ops 1 und 2 überraschenderweise aktualisiert und sie nun für jeweils 39,99 $ angeboten.
Wichtig ist, dass dieser Preis nur für das Basisspiel gilt. Weder die legendären DLC-Pakete noch die Karten-Bundles sind enthalten. Für viele Spieler ist dies ein düsteres Omen für die PS5-Veröffentlichung. Sollte Activision diesem Preismodell folgen, könnten Spieler am Ende bis zu 80 $ für zwei fast 15 Jahre alte Spiele bezahlen.
Minimaler Aufwand, maximale Kosten?
Der Kern der Kontroverse liegt in der erwarteten technischen Qualität der Portierungen. Berichten zufolge werden die PS5-Versionen einfache Portierungen der PlayStation-3-Originale sein. Das bedeutet, dass Spieler möglicherweise keine umfassenden Grafiküberarbeitungen, verbesserte Texturen oder modernisierte Spielmechaniken erwarten können – nur das absolute Minimum, das nötig ist, um die Spiele auf aktuellen Konsolen und HD-Fernsehern lauffähig zu machen.
Für die Community ist es schwer zu akzeptieren, einen fast modernen Preis für ein zehn Jahre altes Spiel ohne wesentliche Verbesserungen zu zahlen. Der Kontrast zwischen den hohen Kosten und dem geringen technischen Anspruch wirkt wie eine kalte Dusche für Fans, die auf umfassende Remaster anstatt einfacher Portierungen gehofft hatten.
Warten auf offizielle Bestätigung
Trotz der besorgniserregenden Entwicklungen im Xbox Store warten PlayStation-Nutzer weiterhin auf eine offizielle Preisstruktur und eine detaillierte Feature-Liste von Activision, Treyarch und Iron Galaxy. Ob diese Spiele als erschwingliche Klassiker oder als überteuerte Relikte erscheinen werden, bleibt abzuwarten. Bis dahin bleibt die Gaming-Community vorsichtig und hofft, dass das Endprodukt mehr Wert bietet, als die aktuellen Anzeichen vermuten lassen.