Blood of Dawnwalker im Test: Warum sich Witcher 3-Fans auf dieses düstere Fantasy-Rollenspiel freuen sollten

Erfahrt, warum „The Blood of Dawnwalker“ ein absolutes Muss für Witcher-3-Fans ist. Taucht tief ein in das richtungsweisende Kampfsystem, den einzigartigen Tag-Nacht-Zyklus und die düstere Fantasy-Welt.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 08/07/2026 02:38
Blood of Dawnwalker im Test: Warum sich Witcher 3-Fans auf dieses düstere Fantasy-Rollenspiel freuen sollten

Ein neuer Anwärter im Dark-Fantasy-Genre

Das kommende Herbstfenster für Videospiele verspricht eines der umkämpftesten der letzten Jahre zu werden, mit Schwergewichten wie GTA 6 am Horizont. In diesem überfüllten Markt geraten neue Marken leicht in Vergessenheit. The Blood of Dawnwalker, das Debütspiel von Rebel Wolves, schien zunächst für einige ein Spiel zu sein, das man getrost ignorieren kann. Nach einem vierstündigen intensiven Eintauchen in die Spielwelt auf einem kürzlich stattgefundenen Preview-Event ist jedoch klar geworden, dass dieses Rollenspiel ein Muss für alle ist, die sich nach mehr von der düsteren, atmosphärischen Weltgestaltung sehnen, die man aus The Witcher 3: Wild Hunt kennt.

Herkunft und Einfluss: Die Witcher-DNA

Es ist kein Zufall, dass sich The Blood of Dawnwalker für Fans von CD Projekt Red vertraut anfühlt. Das Studio Rebel Wolves wird von Konrad Tomaszkiewicz geleitet, einem ehemaligen Schlüsselentwickler des Studios hinter der Witcher-Reihe. Diese Herkunft ist in jedem Detail des Spiels spürbar. Von der düsteren, mittelalterlichen europäischen Kulisse des 14. Jahrhunderts über den eindringlichen Soundtrack bis hin zum Protagonisten mit seinen markanten Narben und dem wallenden Haar – das Spiel verkörpert eine besondere Art von Dark Fantasy, die sich als äußerst erfolgreich erwiesen hat.

Neben der Ästhetik spiegeln die Benutzeroberfläche und das Inventarsystem die intuitive Bedienung der Genre-Standards wider und sorgen dafür, dass sich die Spieler sofort wohl und kompetent fühlen, sobald sie den Controller in die Hand nehmen.

Der Morgenwandler: Ein Mann zwischen zwei Welten

Die Geschichte dreht sich um Coen, einen Menschen, der in einem Dorf unter der Unterdrückung des uralten Vampirs Brencis lebt. Nach einem entscheidenden Prolog verwandelt sich Coen in einen „Morgenwandler“ – ein einzigartiges Hybridwesen. Anders als traditionelle Vampire behält Coen tagsüber menschliche Züge, entfesselt aber nach Sonnenuntergang verheerende vampirische Fähigkeiten.

Diese Dualität bildet den Kern der RPG-Mechaniken des Spiels. Die Spieler müssen den Konflikt zwischen dem Bewahren von Coens Menschlichkeit und dem Erliegen der dunkleren, urtümlicheren Impulse der Nacht bewältigen. Dieser thematische Konflikt prägt das Entscheidungssystem des Spiels, dessen Entscheidungen den Verlauf der Geschichte maßgeblich beeinflussen.

Kampf: Präzision in der Steuerung und vampirische Macht

Während die RPG-Elemente von The Witcher inspiriert sind, geht das Kampfsystem eigene Wege. Anstatt einfach nur auf die Knöpfe zu hämmern, nutzt The Blood of Dawnwalker ein richtungsgesteuertes Kampfsystem, das an Kingdom Come: Deliverance 2 erinnert.

Kampf: Präzision in der Steuerung und vampirische Macht

Während die RPG-Elemente von The Witcher inspiriert sind, beschreitet das Kampfsystem eigene Wege. Anstatt einfach nur auf die Knöpfe zu hämmern, verwendet The Blood of Dawnwalker ein Kampfsystem, das auf der Steuerung in der Steuerung in Kingdom Come: Deliverance 2 basiert.

Angriffe und Blocken werden über den rechten Joystick gesteuert. Spieler müssen in vier bestimmte Richtungen (links, rechts, oben oder unten) angreifen und entsprechend blocken.

Sobald der Rhythmus verinnerlicht ist, wird der Kampf zu einem Tanz aus Stahl und Klauen. Vampirische Kräfte, wie die Fähigkeit, Gegner zu beißen, um gleichzeitig Schaden zu verursachen und Gesundheit wiederherzustellen, verstärken das Spielerlebnis. Tagsüber sind diese Kräfte gesperrt, sodass Spieler auf ein ausgefeiltes Magiesystem und tiefgreifende Fähigkeitenbäume angewiesen sind, um zu überleben. Obwohl die Kamera in chaotischen Gefechten gelegentlich mit unkontrollierten Bewegungen zu kämpfen hat, ist die Befriedigung, ein unterleveltes Gegnerlager zu besiegen, enorm.

Der Zeitdruck: Der Tag-Nacht-Zyklus

Das vielleicht innovativste Feature ist der Umgang des Spiels mit der Zeit. Coen hat ein striktes Zeitlimit: 30 Tage und 30 Nächte, um Brencis und seine drei Vampirgeneräle zu besiegen, die die offene Welt beherrschen. Anders als bei einer Echtzeituhr schreitet die Zeit in „Abschnitten“ voran, basierend auf den Quests und Aktivitäten, die der Spieler wählt.

Dies erzeugt ein spürbares Gefühl der Dringlichkeit. Zwar können Spieler das Königreich Vale Sangora weiterhin erkunden und Nebenquests annehmen, doch jede Handlung hat Gewicht. Das Risiko, Zeit zu „verschwenden“, ist real; in frühen Testphasen konnten Quests automatisch fehlschlagen, wenn die obligatorische Story-Zeitleiste vor Abschluss einer Aufgabe fortschritt. Dieser mechanische Druck stellt sicher, dass Erkundung nie gedankenlos ist und jede Entscheidung, wo man eine Nacht – oder einen Tag – verbringt, von entscheidender Bedeutung ist.

Fazit

The Blood of Dawnwalker verbindet gekonnt vertrauten RPG-Komfort mit herausfordernden Kämpfen und einem anspruchsvollen Zeitmanagementsystem. Indem es seine High-Fantasy-Elemente in einer düsteren, historischen europäischen Atmosphäre verankert, bietet es eine überzeugende Alternative zum Standard-Fantasy-Genre. Für alle, die weitläufige Welten, komplexe Moralvorstellungen und den Nervenkitzel der Jagd lieben, ist dieser Titel ein absolutes Muss in eurem Herbstprogramm.

The Blood of Dawnwalker erscheint am 1. September für PC, PS5 und Xbox Series X/S.

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