Blizzard kündigt „zahlreiche neue Projekte“ im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Rückkehr zur BlizzCon 2026 an
Blizzard bereitet mit der BlizzCon 2026 ein fulminantes Comeback vor und teasert „jede Menge neuer Projekte“ an, darunter einen möglichen StarCraft-Shooter und neue Marken.

Eine neue Ära für Blizzard Entertainment
Blizzard Entertainment verfolgte mehrere Jahre lang einen vergleichsweise konservativen Ansatz in Bezug auf seinen Veröffentlichungskalender. Zwar unterstützte das Studio seine Erfolgstitel weiterhin mit regelmäßigen Updates – wie der Erweiterung „Lord of Hatred“ für Diablo 4, der kommenden Erweiterung „Midnight“ für World of Warcraft und saisonalen Inhalten für Overwatch –, doch die Branche sehnte sich nach einer wirklich neuen, bahnbrechenden Marke oder einem großen Comeback einer in Vergessenheit geratenen Franchise. Nun scheint das Warten bald ein Ende zu haben.
Aktuelle Branchenberichte und Insiderinformationen deuten darauf hin, dass Blizzard derzeit über eine Fülle unangekündigter Projekte verfügt. Statt Neuigkeiten nur tröpfchenweise zu veröffentlichen, bereitet sich das Studio Berichten zufolge auf eine große Enthüllung vor, die seine Zukunft unter dem Dach von Microsoft grundlegend verändern könnte.
Die Rückkehr der BlizzCon: September 2026
Die aufregendste Neuigkeit ist die gemunkelte Rückkehr der BlizzCon. Die legendäre Fan-Convention des Studios hat drei Jahre lang pausiert – eine Pause, die auf interne Umstrukturierungen, die komplexe Integration nach der Übernahme von Activision Blizzard King durch Microsoft und einen strategischen Mangel an medienwirksamen Projekten zurückgeführt wird.
Die Stille soll jedoch am 12. und 13. September 2026 gebrochen werden. Die BlizzCon 2026 wird als mehr als nur eine Produktpräsentation positioniert; sie ist eine entscheidende Mission, um eine Community wieder zu vereinen, die sich in den letzten Jahren von der Vision des Studios entfremdet gefühlt hat. Mit der Wiedereinführung des physischen Events will Blizzard den Zauber der Anfangsjahre wiederbeleben und beweisen, dass die kreative Flamme ungebrochen ist.
Was ist in der Pipeline? StarCraft und darüber hinaus
Während Blizzard sich bedeckt hält, deutete der einflussreiche Spielejournalist Jason Schreier – Autor von „Play Nice, The Rise and Fall of Blizzard“ – an, dass das Studio derzeit „zahlreiche neue Projekte“ in Entwicklung hat. Obwohl noch keine konkreten Titel offiziell bestätigt wurden, deuten die Gerüchte auf einige Schlüsselbereiche hin:
- Die StarCraft-Evolution: Eines der hartnäckigsten Gerüchte betrifft einen neuen Teil des StarCraft-Universums. Konkret deuten Berichte auf die Entwicklung eines StarCraft-basierten Shooters hin, der die Reihe in ein anderes Genre führen und gleichzeitig ihre reichhaltige Hintergrundgeschichte nutzen soll.
- Diablo-Erweiterung: Neben den aktuellen DLCs gibt es Anzeichen dafür, dass die umfassendere Diablo-Lizenz für zukünftige Iterationen oder Spin-offs besondere Beachtung findet.
- Unbekannte IPs: Angesichts der Formulierung „zahlreiche Projekte“ ist es sehr wahrscheinlich, dass Blizzard an völlig neuen Marken arbeitet, um sein Portfolio über die etablierten Hits hinaus zu diversifizieren.
Der Schatten der Unternehmensumstrukturierung
Trotz der Begeisterung liegt ein Schatten der Unsicherheit über diesen ambitionierten Plänen. Die Spielebranche wurde von einer Entlassungswelle getroffen, und Microsofts Xbox-Sparte bildet da keine Ausnahme. Nach einem „Reset“, in dessen Zuge bis Juli 2026 1.600 Mitarbeiter entlassen wurden, werden bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 weitere 1.600 Stellenstreichungen erwartet.
Während Blizzard in den ersten Entlassungsrunden relativ verschont blieb, merkt Jason Schreier an, dass sich das Studio in einer „äußerst schwierigen“ Lage befindet. Die Spannung zwischen dem Wunsch, ambitionierte neue Spiele zu entwickeln, und dem Druck, die Kosten unter dem Dach des Mutterkonzerns zu optimieren, schafft ein instabiles Umfeld. Ob diese „zahlreichen Überraschungen“ es bis zum Ende schaffen oder der Konzernumstrukturierung zum Opfer fallen, bleibt die größte Frage für 2026.