Amazon erhält 2,5 Millionen Dollar Strafe der FTC wegen Umgangs mit Meldungen über Identitätsdiebstahl.

Die FTC hat Amazon wegen Verstoßes gegen den Fair Credit Reporting Act mit einer Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar belegt, da das Unternehmen Opfern von Identitätsdiebstahl konsequent den Zugang zu ihren Transaktionsdaten verweigert hat.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 01/07/2026 21:20
Amazon erhält 2,5 Millionen Dollar Strafe der FTC wegen Umgangs mit Meldungen über Identitätsdiebstahl.
Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) hat Amazon nach mehreren Untersuchungen zum Umgang des Online-Riesen mit Fällen von Identitätsdiebstahl offiziell mit einer Geldstrafe von 2,5 Millionen US-Dollar belegt. Laut Aufsichtsbehörden hat das Unternehmen wiederholt gegen den Fair Credit Reporting Act (FCRA) verstoßen und Betrugsopfer dadurch in eine schwierige, kafkaeske Lage gebracht, als diese versuchten, ihre Unschuld zu beweisen. Im Zentrum des Streits steht Paragraph 609(e) des FCRA. Diese Bundesvorschrift verpflichtet Unternehmen, Opfern von Identitätsdiebstahl innerhalb von 30 Tagen Transaktionsdatensätze zu betrügerischen Konten zur Verfügung zu stellen. Die FTC warf Amazon vor, diese Verpflichtungen systematisch nicht erfüllt zu haben, wodurch Betroffene oft ohne die entscheidenden Daten dastanden, die sie zur Meldung oder Aufklärung ihrer Fälle benötigten.

Eine kafkaeske Tortur

Christopher Mufarrige, Direktor des FTC-Büros für Verbraucherschutz, unterstrich die Schwere der Situation und erklärte, die Opfer seien gezwungen gewesen, eine kafkaeske Tortur zu durchleben. In mehreren dokumentierten Fällen verlangte Amazon von den Opfern, die sich an das Unternehmen wandten, um Aufzeichnungen über unautorisierte Aktivitäten anzufordern, den Täter zu identifizieren oder den Namen des betrügerischen Kontos zu erraten. Diese Forderungen wurden oft unter dem Vorwand von Sicherheit oder Datenschutz gestellt und stellten eine unüberwindbare Hürde für die Opfer dar, die ohnehin schon mit den Folgen des Diebstahls zu kämpfen hatten.

Strafen und neue Auflagen

Die Zivilstrafe in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar ist nur ein Teil der Einigung. Das Justizministerium hat in Zusammenarbeit mit der FTC Amazon verpflichtet, seine internen Richtlinien für den Umgang mit solchen Anfragen grundlegend zu überarbeiten. Das Unternehmen ist nun verpflichtet:

  • Opfern von Identitätsdiebstahl innerhalb von 30 Tagen die gesetzlich angeforderten Unterlagen zur Verfügung zu stellen.
  • Kunden proaktiv über das Verfahren zur Anforderung von FCRA-bezogenen Unterlagen zu informieren.
  • Alle Kunden zu kontaktieren, deren Anträge seit April 2024 erfolglos geblieben oder abgelehnt wurden.

Amazons Reaktion

Als Reaktion auf die Geldbuße erklärte ein Amazon-Sprecher, dass das Unternehmen die notwendigen Prozessverbesserungen umgesetzt und die Angelegenheit vollständig beigelegt habe. Kunden, die betrügerische Aktivitäten melden oder Unterlagen über unautorisierte Transaktionen anfordern möchten, werden nun gebeten, das Portal „Verdächtige Aktivitäten melden“ auf den offiziellen Hilfeseiten von Amazon zu nutzen oder sich mit entsprechenden Dokumenten, wie z. B. einer polizeilichen Anzeige oder einer behördlichen Anzeige wegen Identitätsdiebstahls, an die Rechtsabteilung unter [email protected] zu wenden.

Tags: #privacy #Cybersecurity #Amazon #FTC #Identity Theft #Fair Credit Reporting Act

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