Netflix verwirft mit Spannung erwartetes amerikanisches Remake von Squid Game trotz Beteiligung eines legendären Regisseurs.

Netflix hat Berichten zufolge das US-Remake von „Squid Game“ abgesetzt, bei dem David Fincher Regie führen sollte. Erfahren Sie mehr über die neue globale Strategie für das Franchise.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 11/08/2026 07:20
Netflix verwirft mit Spannung erwartetes amerikanisches Remake von Squid Game trotz Beteiligung eines legendären Regisseurs.

Das Ende eines riskanten Projekts

Überraschenderweise hat der Streaming-Riese Netflix die Pläne für ein englischsprachiges Remake seiner erfolgreichsten Originalserie aller Zeiten, Squid Game, verworfen. Jahrelang kursierten Gerüchte über eine westliche Adaption, die die brutale Gesellschaftskritik und die riskanten Spiele des koreanischen Phänomens in ein neues Setting übertragen sollte. Nun scheint das Projekt, das einige der renommiertesten Namen des Films angezogen hatte, auf Eis gelegt worden zu sein.

Eine legendäre Partnerschaft, die nie zustande kam

Das Projekt war kein gewöhnliches Remake; es sollte von dem legendären David Fincher inszeniert werden. Bekannt für seine akribische Regiearbeit in Meisterwerken wie Sieben, Fight Club und Gone Girl, wurde von Fincher erwartet, dass er der Serie seine charakteristische düstere Ästhetik und Präzision verleihen würde. Um das Kreativteam weiter zu verstärken, hatte Netflix Dennis Kelly, den gefeierten Schöpfer der britischen Serie „Utopia“, für das Drehbuch engagiert. Berichten zufolge war das Remake ursprünglich für Dreharbeiten in Großbritannien konzipiert, wodurch sich der geografische Fokus verlagerte, die Kernthemen Verzweiflung und Klassenkampf jedoch beibehalten wurden. Nach mehrjähriger Entwicklungszeit kam das Projekt jedoch ins Stocken. Laut „The Playlist“ führten interne Führungswechsel bei Netflix und veränderte Unternehmensprioritäten bezüglich der Reihe zum stillen Ende des Projekts. Fincher konzentriert sich seither auf andere Projekte, darunter seinen kommenden Film „The Adventures of Cliff Booth“ mit Brad Pitt in der Hauptrolle. Anstatt sich auf eine einzige amerikanische oder englischsprachige Version zu konzentrieren, verfolgt Netflix Berichten zufolge eine Strategie der breiteren internationalen Expansion. Insider vermuten, dass die Streaming-Plattform nun regionale Ableger priorisiert, die auf spezifische Märkte zugeschnitten sind. Das bedeutet, dass wir anstelle einer einzigen „westlichen“ Version möglicherweise lokalisierte Versionen von Squid Game in Ländern wie Frankreich oder Norwegen sehen werden.

Diese strategische Neuausrichtung erklärt, warum das Projekt – das manchmal unter dem Arbeitstitel Heckler geführt wurde – nicht mehr Teil der Produktionspipeline ist. Fans hatten zwar spekuliert, dass Cate Blanchetts Auftritt gegen Ende der Serie als Teaser für eine westliche Expansion diente, doch der ursprüngliche Schöpfer hatte diese Behauptungen zuvor dementiert.

Die unaufhaltsame Kraft der Marke Squid Game

Trotz der Einstellung des Fincher-Projekts bleibt die Marke Squid Game eine Goldgrube für Netflix. Die erste Staffel brach alle bisherigen Rekorde und erreichte innerhalb der ersten 91 Tage über 2,2 Milliarden Stunden Sehdauer – und übertraf damit andere Hits wie Stranger Things 4 und Wednesday. Die zweite und dritte Staffel setzten diese Dominanz fort und zählen durchgehend zu den drei meistgesehenen Serien in der Geschichte der Plattform.

Die Reichweite des Franchises erstreckt sich über fiktionale Dramen hinaus auf das Reality-TV mit Squid Game: The Challenge. Obwohl die zweite Staffel des Reality-Spin-offs im Vergleich zur ersten einen deutlichen Zuschauerrückgang verzeichnete, erfreut sich die Hauptserie weiterhin großer Beliebtheit. Da Staffel 3 bereits in Auftrag gegeben wurde und die weltweite Fangemeinde nach mehr verlangt, ist Netflix der Lizenz eindeutig verpflichtet, selbst wenn dies bedeutet, sich von einem legendären Regisseur zu trennen, um einen fragmentierteren, globaleren Erzählstil zu verfolgen.

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