Larian Studios dementiert Beteiligung an neuer Baldur's Gate 3-Comicreihe trotz Behauptungen des Verlags
Larian Studios stellt klar, dass sie trotz anderslautender Behauptungen von Dark Horse und Wizards of the Coast nicht an der kommenden Baldur's Gate 3-Comicreihe mit Karlach beteiligt sind.

Zwei Visionen im Vergleich: Wizards of the Coast und Larian Studios
Der monumentale Erfolg von Baldur’s Gate 3 hat die Rollenspielwelt nachhaltig geprägt. Doch nachdem sich der Hype gelegt hat, ist ein deutlicher Riss zwischen dem Entwicklerstudio Larian Studios und dem Lizenzinhaber Wizards of the Coast entstanden. Während Larian Studios neue Wege beschreiten will, ist Wizards of the Coast bestrebt, das kommerzielle Potenzial der Welt des erfolgreichen Computer-Rollenspiels voll auszuschöpfen.
Auf der San Diego Comic-Con kündigten Wizards of the Coast und Dark Horse Comics eine ambitionierte Erweiterung des Baldur’s Gate 3-Universums an. Höhepunkt der Ankündigung war eine neue Comicreihe um Karlach, eine der beliebtesten und komplexesten Figuren aus dem Hause Larian Studios. Die Begeisterung wurde jedoch schnell durch eine öffentliche Klarstellung der Entwickler selbst gedämpft.
Die Ursache der Verwirrung: Eine irreführende Ankündigung
Die Kontroverse begann, als Dark Horse Comics eine Pressemitteilung zur kommenden Karlach-zentrierten Serie veröffentlichte. In der Mitteilung beschrieb der Verlag das Projekt ausdrücklich als Gemeinschaftsprojekt von „Larian und Wizards of the Coast“. Diese Formulierung ließ viele Fans vermuten, dass Larians Autorenteam an der Gestaltung der Comic-Geschichte beteiligt war und so für eine kanonische Konsistenz und Qualität sorgte, die den hohen Standards des Spiels entsprach.
Larian Studios reagierte umgehend und dementierte diese Gerüchte. Über die sozialen Medien veröffentlichte das belgische Studio eine klare Richtigstellung, um weitere Missverständnisse zu vermeiden. „Wir sind an keinerlei Projekten im Zusammenhang mit Baldur’s Gate beteiligt“, erklärte das Studio und fügte dem Post ein Bild von CEO Swen Vincke und Adam Smith, dem leitenden Autor der Divinity-Reihe, hinzu.
Larians Zukunft: Jenseits der Vergessenen Reiche
Diese Trennung unterstreicht den strategischen Wandel von Larian Studios. Das Studio hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, sich von Lizenzen Dritter zu lösen und sich auf seine eigenen Marken zu konzentrieren. Indem Larian sich von den neuen Comics distanziert, sendet es ein klares Signal: Die kreative Energie ist nun voll und ganz der Zukunft der Divinity-Reihe gewidmet.
Die Botschaft des Studios war unmissverständlich: „Sobald wir hier raus sind, werden wir euch mehr über Divinity erzählen.“ Dies deutet darauf hin, dass die Welt von Baldur's Gate zwar durch Merchandise und Spin-off-Medien weiter wächst, Larian dieses Kapitel ihrer Reise aber effektiv abgeschlossen hat.
Die Herausforderung für Wizards of the Coast
Während Wizards of the Coast weiterhin von der Popularität der Marke profitiert, stehen sie vor einer gewaltigen Herausforderung. Gerüchte und Brancheninformanten deuten darauf hin, dass es schwierig sein wird, einen Nachfolger für ein potenzielles Baldur's Gate 4 zu finden. Berichten zufolge sind frühere Entwickler der Reihe der Meinung, dass Larian die Messlatte so unglaublich hoch gelegt hat, dass die Fortsetzung des dritten Teils eine Herkulesaufgabe darstellt.
Was die Karlach-Comics betrifft, hat Dark Horse noch keinen konkreten Titel oder detaillierte Inhaltsangaben veröffentlicht. Fans fragen sich nun, ob die Serie die Nuancen und die emotionale Tiefe von Karlachs Charakter ohne die Unterstützung des Teams, das ihr ursprünglich Leben eingehaucht hat, einfangen kann.