Irans Oberster Führer ruft inmitten innenpolitischer Unruhen und des Konflikts mit den USA zur „heiligen Einheit“ auf.
Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei ruft zur nationalen Einheit auf, während die innenpolitischen Spannungen und der andauernde militärische Konflikt mit den USA einen Siedepunkt erreichen.

Externen Druck trotzen
In seiner jüngsten Anweisung betonte Khamenei, dass Irans Gegnern – insbesondere den USA und Israel – kein Anlass gegeben werden dürfe, interne Schwäche zu vermuten. Obwohl er einräumte, persönlich Vorbehalte gegenüber dem nun ausgesetzten Memorandum of Understanding zu haben, unterstrich er, dass es die Pflicht aller Institutionen, einschließlich der Justiz und des Parlaments, sei, die Regierung in dieser „historischen Phase“ zu unterstützen.
Militärische und diplomatische Reaktion
Als Reaktion auf die Anweisungen des Obersten Führers haben Irans militärische und politische Führung zugesagt, eine geschlossene Front zu bilden. Ali Abdollahi, der Chef des gemeinsamen Kriegskommandos, bekräftigte, dass die Streitkräfte sich dem nationalen Zusammenhalt verpflichtet fühlen, auch während sie sich auf eine „entschlossene und zerstörerische Antwort“ auf die anhaltenden US-Angriffe vorbereiten, die iranische Infrastruktur, darunter petrochemische Anlagen und Transportsysteme, ins Visier genommen haben. Außenminister Abbas Araghchi hält weiterhin an seiner Überzeugung fest, dass eine Verhandlungslösung des Konflikts der bevorzugte Weg ist, obwohl die gegenseitigen Angriffe über die Straße von Hormus hinweg kaum Anzeichen einer Abschwächung zeigen. Während Iran diese Herausforderung an mehreren Fronten bewältigt, konzentriert sich die Führung weiterhin darauf, zu verhindern, dass die politischen Machtkämpfe ihre umfassenderen Verteidigungs- und Diplomatiestrategien gefährden.