Halo Campaign Evolved im Test: Eine legendäre Xbox-Rückkehr auf die PS5 – getrübt durch drei entscheidende Mängel

Unser ausführlicher Testbericht zu Halo Campaign Evolved: Wir beleuchten die PS5-Portierung, die Auswirkungen der Unreal Engine 5 und warum dieses Remake für Fans gemischte Gefühle weckt.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 24/07/2026 10:07
Halo Campaign Evolved im Test: Eine legendäre Xbox-Rückkehr auf die PS5 – getrübt durch drei entscheidende Mängel
25 Jahre nach seinem bahnbrechenden Debüt kehrt Halo: Combat Evolved in modernisierter Form unter dem Titel „Halo Campaign Evolved“ zurück. Das Remake erscheint am 28. Juli 2026 für PC, Xbox Series und – erstmals in der Geschichte der Reihe – PlayStation 5. Es steht unter der großen Verantwortung, die unter 343 Industries ins Wanken geratene Serie wiederzubeleben. Unter der Leitung der neu gegründeten Halo Studios nutzt das Projekt die Unreal Engine 5, um Master Chiefs Ursprünge neu zu interpretieren. Unreal Engine 5: Schönheit und Komplexität. Der Übergang von der hauseigenen Slipstream-Engine zur Unreal Engine 5 bietet ein visuell beeindruckendes Erlebnis. Die Innenräume der Pillar of Autumn und die Architektur der Allianz wurden detailgetreu und wunderschön nachgebildet. Allerdings führen die generischen Stärken der Engine mitunter dazu, dass die einzigartigen Merkmale der Außenumgebungen verloren gehen und die Landschaften allzu vertraut wirken. Darüber hinaus wirkt sich die hohe Grafikqualität mitunter negativ auf das Gameplay aus; übermäßige Lichteffekte und Partikeldichte können Kämpfe überladen und gelegentlich unleserlich wirken lassen.

Die drei größten Schwächen

Trotz seiner technischen Perfektion weist das Remake in drei wesentlichen Bereichen Schwächen auf:

  1. Desasterhafte französische Lokalisierung: Die französische Sprachausgabe wirkt künstlich und KI-generiert, wodurch die Charaktere jeglichen Charme und jegliche Emotionen verlieren. Die Lippensynchronisation ist mangelhaft, und die Performance des Master Chief ist besonders schwach und klingt im Vergleich zum legendären Original uninspiriert.
  2. Inkonsistente Zwischensequenzqualität: Die vorgerenderten Zwischensequenzen sind zwar visuell beeindruckend, aber ihnen fehlt der Charme der In-Game-Zwischensequenzen früherer Teile, und die Gesichtsanimationen wirken durchweg unüberzeugend.
  3. Fehlender Mehrspielermodus: Das wohl gravierendste Versäumnis: Das Remake ignoriert die Mehrspielertradition der Reihe komplett. Angesichts der schrumpfenden Spielerbasis von Halo Infinite ist das völlige Fehlen von PvP-Modi in dieser Version eine riesige verpasste Chance für eine Reihe, die auf ihren sozialen und kompetitiven Säulen basiert.

Gameplay-Anpassungen

Halo Campaign Evolved führt moderne Mechaniken ein, wie zum Beispiel Master Chiefs Fähigkeit zu sprinten, was dem Kampf eine zusätzliche Ebene kinetischer Energie verleiht. Auch wenn dies Puristen stören mag, wird das Spielerlebnis dadurch nicht unbedingt vereinfacht, da die KI der Gegner weiterhin tödlich und der Schwierigkeitsgrad hoch bleibt. Der Verzicht auf statische Gesundheitspakete zugunsten passiver Regeneration lässt das Spiel modernere Ego-Shooter-Titel bevorzugen, wobei das typische „Halo-Feeling“ überraschenderweise erhalten bleibt.

Fazit

Halo Campaign Evolved schlägt eine gelungene Brücke zwischen der klassischen Ära und modernen Standards und bietet eine neue Möglichkeit, die Legende zu erleben. Das Fehlen eines Mehrspielermodus und die mangelhafte Qualität der lokalisierten Sprachausgabe verhindern jedoch, dass es das ultimative Meisterwerk wird, das es hätte sein können. Es dient als solide technische Grundlage für das, was wir für Halo 2 in naher Zukunft als ähnlich erachten.

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