Game Science lehnt KI für „Black Myth: Zhong Kui“ ab und lässt sich von Christopher Nolan inspirieren

Yang Qi, Mitbegründer von Game Science, verrät, dass Black Myth: Zhong Kui auf generative KI verzichten wird und nennt Christopher Nolans Engagement für praktische Kunst als Inspiration.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 11/08/2026 11:26

Ein mutiges Zeichen gegen die KI-Flut

In einer Zeit, in der generative künstliche Intelligenz rasant in alle Bereiche der kreativen Künste vordringt, beziehen die Entwickler eines der erfolgreichsten Spielephänomene der jüngeren Geschichte Stellung. Yang Qi, Mitbegründer des chinesischen Studios Game Science und Art Director der gefeierten „Black Myth“-Reihe, hat offiziell erklärt, dass das Studio bei der Entwicklung des kommenden Titels Black Myth: Zhong Kui nicht auf generative KI setzen wird.

Die Ankündigung erfolgte über die Social-Media-Plattform Weibo, wo Yang Qi auf die Frage eines besorgten Nutzers antwortete. Dieser hatte gefragt, ob Game Science KI-Tools einsetzen würde, um den Produktionszyklus zu beschleunigen und die Wartezeit auf die Fortsetzung des Erfolgstitels „Black Myth: Wukong“ zu verkürzen. Yang Qis Antwort war eindeutig: Qualität und Authentizität sind wichtiger als die Geschwindigkeit der Automatisierung.

Die „Christopher Nolan“-Philosophie

Um diese Entscheidung zu begründen, verwies Yang Qi auf die filmische Meisterschaft von Regisseur Christopher Nolan. Insbesondere nannte der Art Director Nolans Engagement für praktische Effekte und reale Kulissen – vor allem in seinen jüngsten Werken – als wichtige Inspirationsquelle. Indem er die Abkürzungen von CGI und KI-generierten Umgebungen vermeidet, schafft Nolan ein unmittelbares, greifbares Erlebnis, das die Zuschauer tiefer berührt.

Yang Qi ist überzeugt, dass dasselbe Prinzip auch für die Spieleentwicklung gilt. Durch die Einhaltung traditioneller künstlerischer Techniken und die manuelle Erstellung von Assets will Game Science sicherstellen, dass „Black Myth: Zhong Kui“ ein Maß an Detailreichtum und Seele besitzt, das KI nicht erreichen kann. Das Mantra des Studios für das Projekt ist einfach: „Lass dir Zeit.“ Sie legen mehr Wert auf die handwerkliche Qualität ihrer visuellen Elemente als auf die Bequemlichkeit algorithmischer Generierung.

Ein Gegentrend in der Spieleindustrie

Diese Entscheidung positioniert Game Science in einer einzigartigen Position innerhalb der modernen Spielelandschaft. Aktuell erlebt die Branche einen massiven Anstieg der KI-Integration, der oft mit Kontroversen und Stellenabbau einhergeht. Viele AAA- und Indie-Studios setzen generative Tools in verschiedenen Produktionsphasen ein, was zu einem Konflikt zwischen Effizienz und künstlerischer Integrität führt.

Mehrere hochkarätige Projekte haben KI bereits in verschiedenen Bereichen integriert, darunter:

  • Prototyping und Platzhalter: Titel wie Clair Obscur: Expedition 33 und Crimson Desert nutzten KI für temporäre Illustrationen und Konzepte.
  • Erzählung und Audio: Einige Spiele, wie z. B. Halo Campaign Evolved, experimentierten mit KI-generierten Sprachausgaben.
  • Künstlerische Elemente: Von Cover-Artworks der Kingdom Hearts Collection bis hin zu Musikvideos für Stellar Blade Blood Rain – der Einfluss von KI wächst.

Während einige argumentieren, dass KI ein Werkzeug für mehr Effizienz sei – da sie Entwicklern helfe, Ideen schneller zu testen –, befürchten andere, dass… Dies führt zu einem Verlust an menschlicher Note und zu Arbeitsplatzunsicherheit für Konzeptkünstler und Übersetzer.

Was das für die Zukunft von Black Myth bedeutet

Mit der Wahl des „langen Weges“ signalisiert Game Science seinen Fans, dass „Black Myth: Zhong Kui“ ein Herzensprojekt sein wird. Dieser Ansatz bedeutet zwar wahrscheinlich eine längere Entwicklungszeit, stellt aber sicher, dass das Spiel den hohen künstlerischen Standard seines Vorgängers beibehält.

Für die Spieler bedeutet dies eine von Menschenhand geschaffene Welt, die mit Bedacht gestaltet und mit einem Blick für traditionelle Schönheit erschaffen wurde. In einem Markt, der mit prozedural generierten Inhalten gesättigt ist, könnte Game Sciences Engagement für ein „von Menschenhand geschaffenes“ Erlebnis genau das sein, was das nächste Kapitel der Black-Myth-Saga von den anderen abhebt.

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