Ein Albtraum für Verbraucher: 450 Pfund monatlich für ein brandneues Elektrofahrzeug, das nicht lädt

Ein Kunde steht vor einem finanziellen und logistischen Albtraum, nachdem sich sein neues Peugeot-Elektrofahrzeug nicht aufladen lässt. Dies verdeutlicht systemische Mängel im Kundenservice und bei den Verbraucherrechten.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 30/06/2026 11:58
Ein Albtraum für Verbraucher: 450 Pfund monatlich für ein brandneues Elektrofahrzeug, das nicht lädt

Der zunehmende Kampf mit defekten Elektroautos

Für viele sollte der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und modernen Komfort sein. Für „AS“, einen Kunden aus Woking, verwandelte sich diese Vision in eine zweimonatige Tortur aus Schweigen, Inkompetenz und steigenden finanziellen Verlusten. Nach der Auslieferung seines brandneuen Peugeot-Elektroautos fiel das Fahrzeug innerhalb von nur zwei Wochen aus, sodass der Besitzer monatlich 450 Pfund für ein Auto bezahlen musste, das im Grunde nur noch als Dekoration in der Einfahrt stand.

Ein Zusammenbruch von Service und Kommunikation

Die Situation eskalierte, als der Besitzer Hilfe beim Autohaus suchte und nur auf Terminverzögerungen stieß. Als das Fahrzeug schließlich über Peugeot Assist (verwaltet vom RAC) zur Reparatur abgeholt wurde, schien es in der Versenkung zu verschwinden. Der Besitzer berichtete, über 36 Mal sowohl Peugeot als auch den RAC angerufen zu haben, nur um auf gegenseitige Verantwortungszuweisungen und mangelnde Rechenschaftspflicht zu stoßen. Während dieser Zeit wurde das Fahrzeug angeblich von einem Händler aufgrund von „zu viel Arbeit“ abgelehnt und blieb somit ungenutzt.

Das „reparierte“ Auto, das immer noch nicht funktioniert

Selbst als das Fahrzeug schließlich im März zurückgegeben wurde, waren die Probleme noch lange nicht behoben. Die Liste der Mängel ist erschreckend: Der Akku lässt sich nicht laden, der Kofferraum klemmt weiterhin, das Fahrerfenster öffnet und schließt sich selbstständig und die Zentralverriegelung funktioniert überhaupt nicht. Trotz der offensichtlichen Schwere dieser Mängel weigert sich die Leasinggesellschaft Leasys, den Vertrag aufzulösen und behauptet, das Fahrzeug sei „fahrbereit“ und benötige lediglich weitere Reparaturen.

Verbraucherrechte und der Weg nach vorn

Dieser Fall verdeutlicht ein kritisches Problem in der Automobilindustrie: das Zusammenspiel von Problemen in der Lieferkette und mangelhaftem Kundenservice. Experten weisen darauf hin, dass Verbraucher gemäß dem Verbraucherrechtegesetz von 2015 ein klares Recht haben, fehlerhafte Fahrzeuge zurückzuweisen, wenn Reparaturen nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums erfolgen. Gestützt auf einen Kreditvertrag wurde dem Eigentümer empfohlen, die Beschwerde an den Finanzombudsmann weiterzuleiten, um die Haltung der Leasinggesellschaft anzufechten. Dieser Vorfall verdeutlicht eindrücklich, dass die Kundendienstinfrastruktur trotz der branchenweiten Bemühungen um die Elektromobilität weiterhin gefährlich unzureichend ist.

Quelle: www.theguardian.com
Tags: #Consumer Rights #Peugeot #electric vehicles #car leasing #customer service #automotive industry

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