Der Status von Streaming: Eine neue Umfrage enthüllt, warum wir Netflix nicht aufgeben können und wo wir kostenloses Fernsehen finden.
Eine neue Umfrage von Tom's Guide zeigt, dass 30 % der Nutzer 7 oder mehr Streaming-Dienste abonniert haben, warum Netflix nach wie vor der absolute Klassiker ist und wie sich kostenloses, werbefinanziertes Fernsehen immer größerer Beliebtheit erfreut.

Das Streaming-Paradoxon: Abonnement-Überforderung
Noch vor Kurzem galt der Verzicht auf Kabelfernsehen als ultimativer Spartipp. Das Versprechen war einfach: Schluss mit dem aufgeblähten, überteuerten Kabelfernsehen – nur ein paar flexible, kostengünstige Streaming-Dienste. Doch eine aktuelle Umfrage unter 682 Lesern von Tom's Guide zeichnet ein völlig anderes Bild für 2026. Da große Studios ihre Inhalte hinter ihren eigenen Plattformen verstecken, hat sich die Streaming-Landschaft von einem unkomplizierten Erlebnis zu einer „Abonnement-Müdigkeit“ gewandelt.
Unsere Ergebnisse zeigen: Die Zeiten eines einheitlichen Streaming-Angebots sind vorbei. Fast 30 % der Befragten geben zu, sieben oder mehr Abonnements zu haben, während 39 % zwischen vier und sechs nutzen. Da exklusive Erfolgsserien auf verschiedene Apps verteilt sind, fühlen sich die Zuschauer gezwungen, für mehrere Dienste zu bezahlen, um am kulturellen Geschehen teilzuhaben. Die Folge? Die finanziellen Vorteile des Kabelfernsehverzichts sind weitgehend verschwunden: Zwei Drittel der Befragten geben mittlerweile mindestens 36 US-Dollar pro Monat aus, und über 35 % sogar mehr als 60 US-Dollar monatlich.
Netflix bleibt unangefochten an der Spitze der Kundenbindung
Trotz des starken Wettbewerbs festigt Netflix seine Position als fester Bestandteil des modernen Entertainment-Zuhauses. Prime Video weist zwar rein technisch gesehen eine höhere Abonnentenzahl auf (83 % gegenüber 76 %) – vor allem aufgrund der Integration in Amazons Einzelhandelsökosystem –, doch fehlt dem Dienst die tiefe emotionale Bindung, die der Konkurrent genießt.
Auf die Frage, welchen Dienst sie auf keinen Fall kündigen würden, nannten 39 % Netflix. Prime Video folgte mit 29 %, doch der Unterschied ist beträchtlich. Dies deutet auf eine klare Hierarchie hin: Zwar wechseln Konsumenten je nach aktuellem Programmangebot auch zwischen verschiedenen Plattformen, doch Netflix hat sich erfolgreich als unverzichtbarer Streaming-Dienst etabliert.
Der Aufstieg des kostenlosen, werbefinanzierten Fernsehens
Die wohl aussagekräftigste Veränderung in der Umfrage ist die Verlagerung hin zu kostenlosen, werbefinanzierten Streaming-Optionen. Angesichts steigender Preise für Premium-Dienste wenden sich Zuschauer zunehmend kostenlosen Streaming-Plattformen mit Werbung zu.
YouTube ist mit 53,7 % der Befragten, die es für kostenlose Inhalte nutzen, derzeit Marktführer, dicht gefolgt von Tubi mit 48,8 %. Auch andere Dienste wie The Roku Channel und Pluto TV erreichen ein großes Publikum. Dieser Trend verdeutlicht einen umfassenderen Wandel im Konsumverhalten: Zuschauer gehen bewusster mit ihren Ausgaben um und nehmen gelegentliche Werbeunterbrechungen in Kauf, um die Lücken zu füllen, die durch den Wegfall ihrer kostenpflichtigen Abonnements entstehen.
Blick in die Zukunft: Eine bewusstere Zukunft
Die Ära der Spontanabonnements scheint sich dem Ende zuzuneigen. Die Daten deuten darauf hin, dass Zuschauer informierter werden und den Wert jedes Dienstes sorgfältig mit ihrem monatlichen Budget abwägen. Da die Preissteigerungen in der Streaming-Branche anhalten, gehört die Zukunft den Plattformen, die Premium-Inhalte mit langfristiger Zuschauertreue in Einklang bringen können, während sich der kostenlose Streaming-Sektor weiterhin zu einer wichtigen Alternative für preisbewusste Familien entwickelt.