Boox Go 10.3 Gen II Testbericht: Ein Premium-E-Reader, der sich durch seine Lesequalität auszeichnet, weniger jedoch durch seine Eignung zum Notieren

Wir haben das Boox Go 10.3 Gen II auf ausgiebigen Reisen getestet. Ist es die ultimative Alternative zu Kindle Scribe oder enttäuscht es beim Notieren? Lesen Sie unseren vollständigen Testbericht.

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Staff Writer
Veröffentlicht am 20/07/2026 13:16
Boox Go 10.3 Gen II Testbericht: Ein Premium-E-Reader, der sich durch seine Lesequalität auszeichnet, weniger jedoch durch seine Eignung zum Notieren

Ein Reisebegleiter für Leseratten

Nachdem wir den Boox Go 10.3 Gen II (419 US-Dollar) auf einer Reise von 40.000 Kilometern ausgiebig getestet hatten, wurde deutlich, dass dieses Gerät ein überzeugendes Produkt ist. Obwohl es oft mit dem Amazon Kindle Scribe verglichen wird, bedient es eine andere Zielgruppe. Wenn Sie in erster Linie ein ungestörtes und hochwertiges Leseerlebnis suchen, könnte der Boox Go 10.3 Gen II Ihr neues Lieblingsgerät werden.

Hervorragende Hardware und Displayqualität

Das Gerät verfügt über ein scharfes 10,3-Zoll-Monochrom-E-Ink-Display mit einer Auflösung von 2480 x 1860 Pixeln. Die Textdarstellung ist außergewöhnlich, und für 30 US-Dollar Aufpreis bietet das Modell „Lumi“ eine anpassbare Hintergrundbeleuchtung, die besonders beim Lesen in schwach beleuchteten Umgebungen oder auf Langstreckenflügen von Vorteil ist. Das Gerät selbst ist mit 4,6 mm beeindruckend dünn und wiegt nur 363 Gramm, was es äußerst portabel macht. Seine Metallkonstruktion wirkt hochwertig und robust genug für den Einsatz im Handgepäck.

Der Android-Vorteil

Im Gegensatz zum geschlossenen Ökosystem des Kindle läuft das Boox Go 10.3 Gen II mit Android 15. Dies bietet Nutzern beispiellose Freiheit. Sie können eine Vielzahl von Lese-Apps aus dem Google Play Store installieren und, was noch wichtiger ist, eine große Bandbreite an Dateiformaten ohne komplizierte Umwege nutzen. Ob Sie PDFs, EPUBs oder technische Dokumente lesen – die Flexibilität ist ein deutliches Upgrade gegenüber gängigen Alternativen.

Die Schwäche: Das Schreiberlebnis

Obwohl das Gerät als Hybrid aus E-Reader und Notizgerät beworben wird, verliert es hier im Vergleich zum Kindle Scribe an Glanz. Die Bildschirmoberfläche und die mitgelieferte Stiftspitze erzeugen ein Schreibgefühl, das sich eher wie das Ziehen eines Stifts über Glas als wie das Schreiben mit einem Stift auf Papier anfühlt. Nutzer können beim Schreiben spürbare Verzögerungen und „Geisterbilder“ feststellen, was bei konzentrierten Arbeitssitzungen störend sein kann. Wenn Sie viel mit Handschrift arbeiten, könnte dies ein Ausschlusskriterium sein.

Leistung und Akku

Ausgestattet mit einem Octa-Core-Prozessor mit 2,4 GHz und 4 GB RAM ist das Gerät im Allgemeinen leistungsfähig, kann aber beim Öffnen großer Apps oder beim ersten Start etwas träge wirken. Es glänzt jedoch mit seiner Akkulaufzeit: Der 3.700-mAh-Akku hält problemlos eine ganze Woche bei intensiver Nutzung durch. Für Nutzer, die Wert auf lange Akkulaufzeit und eine offene Leseumgebung legen, ist das Boox Go 10.3 Gen II eine ausgezeichnete Investition.

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