Analysten prognostizieren deutliche Preiserhöhungen für die kommende iPhone 18-Serie
Analysten warnen davor, dass der Preis des kommenden iPhone 18 aufgrund steigender Komponentenkosten um bis zu 200 US-Dollar steigen könnte, womit die Ära geringfügiger jährlicher Preiserhöhungen beendet wäre.

Die Auswirkungen des „RAMageddon“
Apple-CEO Tim Cook hat öffentlich eingeräumt, dass die steigenden Kosten für Speicher und Datenspeicher Preisanpassungen „unvermeidbar“ gemacht haben. Der sprunghafte Anstieg der Nachfrage nach KI-gestützten Rechenzentren hat die Preise für Speicherkomponenten auf Rekordhöhen getrieben – ein Phänomen, das einige Marktbeobachter als „RAMageddon“ bezeichnen. Während Apple die Kosten für diese Komponenten bisher abfedern konnte, gehen Analysten nun davon aus, dass die Fähigkeit des Unternehmens, diese Ausgaben zu tragen, an ihre Grenzen stößt.
Warum das iPhone (vorerst) verschont blieb
Laut Francisco Jeronimo, Vice President of Client Devices bei IDC, blieb das iPhone von den jüngsten Preiserhöhungen verschont, da es Apples wichtigste Einnahmequelle darstellt und rund 50 % des Umsatzes ausmacht. Apple hat die iPhone-Preise strategisch geschützt, um die Verkaufszahlen zu halten, doch dieser Schutz scheint nur vorübergehend zu sein. Analysten vermuten, dass es sich um eine taktische Pause handelt, während Apple prüft, welchen Aufpreis es für die nächste Gerätegeneration verlangen kann.
Mögliche Preiserhöhungen: Könnte es 200 Dollar werden?
Während die anfängliche Markteinschätzung eine moderate Erhöhung von 50 Dollar für das Standard-iPhone 18 und 100 Dollar für die Pro-Modelle nahelegte, haben die jüngsten Preiserhöhungen in anderen Hardware-Kategorien die Prognosen der Experten verändert. Nabila Popal, Analystin bei IDC, warnt vor deutlicheren Preissprüngen. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die iPhone-Preiserhöhungen sogar noch höher ausfallen könnten als angenommen – vielleicht sogar 200 Dollar für die Pro Max-Modelle“, so Popal. „Die Zeiten von 50-Dollar-Preiserhöhungen sind vorbei.“
Reicht Markentreue aus?
Eine der meistdiskutierten Fragen ist, ob diese Preiserhöhungen Kunden abschrecken werden. Traditionell zeichnet sich das Apple-Ökosystem durch hohe Kundenbindungsraten aus; der Wechsel zu Android wird oft als logistische Hürde betrachtet, die mit dem Verlust von App- und Servicehistorie einhergeht. Zudem führt die Premium-Aura, die mit dem Besitz des neuesten iPhones verbunden ist, oft dazu, dass die Kundschaft weniger preissensibel ist. Da die meisten Nutzer Ratenzahlung und Inzahlungnahmeprogramme bevorzugen, dürfte der hohe Preis eines Flaggschiff-Geräts ab 1.299 US-Dollar für viele Verbraucher kaum spürbar sein.
Blick in die Zukunft: Der Faltfaktor
Mit der bevorstehenden Markteinführung eines faltbaren iPhones – möglicherweise unter dem Namen „iPhone Ultra“ – bietet sich Apple eine einzigartige Preischance. Gerüchten zufolge soll das Gerät 2.400 US-Dollar kosten und gehört damit in ein Luxussegment, in dem der Preisdruck durch bestehende Alternativen gering ist. Sollte Apple seinen Trend fortsetzen, die Preise seiner etablierten Produktpalette zu erhöhen, deutet dies klar auf eine langfristige Strategie hin, die trotz des Inflationsdrucks im aktuellen Technologiesektor die Gewinnmargen priorisiert.